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Umgehungsstraße mit neuem Starttermin
Mirow. Vertreter von Politik und Behörden sprechen mit Mirower Bürgern über die Ortsumgehung. Ernüchterndes Fazit: Baustart soll erst 2015 erfolgen.
"Wie viel Planung noch?" "Mensch, Tier und Haus - halten nicht mehr aus" "Versprechen gebrochen" - Diese und viele ähnliche Botschaften mehr hatten die Mirower am Mittwochabend auf großen Transparenten im Saal des Mecklenburger Hofs aufgehängt.
Sie wollten ihrer langjährigen Forderung, dem Bau der Ortsumgehung, noch mehr Ausdruck verleihen. Rund 100 Mirower hatten den Weg zur Veranstaltung gefunden. Der Großteil von ihnen verließ den Saal allerdings wieder unzufrieden, wie eine spontane Abstimmung per Handmeldung anzeigte. Denn die ernüchternde Botschaft des Abends lautet: Der Baustart der Ortsumgehung Mirow erfolgt voraussichtlich erst im Herbst 2015.
Um über das weitere Vorgehen beim geplanten Bau zu informieren, hatten sich Alfred Kohlenberger vom Verkehrsministerium des Landes, der Neustrelitzer Straßenbauamtsleiter Jens Krage sowie Markus Wegerhoff, Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung im Landkreis Mecklenburg-Strelitz, den Fragen der Mirower gestellt. Bärbel Krumm von der Bürgerinitiative Umgehungsstraße Mirow verlas zu Beginn der Veranstaltung nochmals die zentralen Forderungen. Das seien die grundsätzliche Lösung des Verkehrsproblems, die nur der Bau der Umgehung sein könne, sowie die Erleichterung für Bewohner und Gäste der Stadt bis zur Fertigstellung. Bei ihren Ausführungen wurde noch mal deutlich, wie enttäuscht die Mirower von Politik und Verwaltung sind. "Der Baubeginn wurde schon für 2008 versprochen. Was ist das Wort eines Ministers noch wert?", fragte Krumm.
Straßenbauamtsleiter Jens Krage stellte den detaillierten Zeitplan zum Bau der Straße vor. Der genaue Verlauf der Straße sei bestimmt, auf der Linie könne keiner mehr bauen. Ein Planfeststellungsverfahren sowie Vergabefristen seien jedoch vorgeschrieben, so dass der Baubeginn erst für Herbst 2015 möglich sei, fasste Krage den Zeitablauf zusammen. Die neuerliche Terminverschiebung sorgte für Unmut und Kopfschütteln im Saal. So war die Bürgerinitiative noch bis vor kurzem von 2013 als Termin für den Baustart ausgegangen.
Ob die Mirower wenigstens mit einem Nachtfahrverbot für den Lkw-Verkehr durch ihren Ort rechnen können, kläre sich im kommenden Monat, stellte Alfred Kohlenberger vom Verkehrsministerium in Aussicht. Auch die Erhebung einer Maut werde geprüft. Die Frage nach der Beschleunigung der Bau-Planverfahren sieht Kohlenberger kritisch. "Das wird ohne rechtliche Konsequenzen nicht möglich sein", sagte er.
Quelle: Nordkurier vom 15.04.2011




