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Drosedow und Seewalde jetzt Teil des Geoparks
Drosedow. Der Geopark Mecklenburgische Eiszeitlandschaft ist ein Stück weiter nach Süden gewachsen.
In Drosedow und Seewalde (Gemeinde Wustrow) wurden am Sonnabend drei Tafeln aufgestellt, die unter dem Geopark-Zeichen von der eiszeitlich geprägten Landschaft künden. Die Initiative zu der Aktion ging von den Drosedowern selbst aus. Und sie beließen es nicht, beim einfachen Darstellen geologischer Formationen. Dem Drosedower Hans-Joachim Hoffmann - er ist Mitglied im Geowissenschaftlichen Verein, dem Träger des Geoparks - ist es zu danken, dass die Schautafel direkt im Dorf über den Zusammenhang von Astronomie und Eiszeit berichtet. Zudem haben die Dörfler auf ihrem Anger eine Sonnenuhr aufgestellt. Das Wagenrad eines alten Pferdefuhrwerkes wurde dazu aufgemöbelt und mit Ziffernblättern veredelt. Damit es nicht zu Irritationen kommt, ist sowohl die Sommerzeit als auch die Mitteleuropäische Zeit ablesbar. Über den Zuwachs für den Geopark freut sich auch Andreas Buddenbohm, Vorsitzender des Geowissenschaftlichen Vereins. Buddenbohm war in Drosedow dabei als die Schilder aufgestellt wurden. Die Drosedower Initiative wurde durch die Bingo-Lotterie unterstützt, hieß es vor Ort.
Schilder und Sonnenuhr werden künftig bestimmt auch von Pilgern wahrgenommen, denn die Objekte befinden sich direkt am neuen Pilgerweg durch Mecklenburg-Strelitz.
Für das jüngste Kind des Geoparks haben viele Dörfler mit angepackt. Es ist ein echtes Gemeinschaftswerk, wie am Sonnabend eingeschätzt wurde.
Nordkurier-Informationen zufolge, gibt es in einem Gebiet, das sich praktisch auf den erwarteten Großkreis erstreckt, mittlerweile über 55 Tafeln, die auf die Eiszeitlandschaft in der Region hinweisen. Das Stück Erdgeschichte sei nach wie vor ein "Alleinstellungsmerkmal", das die touristische Vermarktung lohnt, sagte Andreas Buddenbohm. Indessen stellt sich die Situation des Geoparks weiter schwierig dar. Für Projekte fehlten in Ermangelung einer Förderung Mitarbeiter, die diese auch umsetzen könnten.
Die Drosedower suchen übrigens zur Vervollkommnung ihres Sonnenuhr-Projektes noch ein altes Foto von einem Pferdefuhrwerk, etwa aus den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Wer helfen kann: 039828 26883?
Quelle: Nordkurier vom 18.04.2011




