Informationen
Neuigkeiten
Veranstaltungen
Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?
Wettervorhersage
Neuigkeiten im Archiv
Düsterwiesen-Bruch ist wieder begehbar
Babke. Als im Jahr 2004 die baulichen Maßnahmen für das EU-Life-Programm "Große Rohrdommel" mit der damit verbundenen Renaturierung der Zotzen-Niederung abgeschlossen waren, wurden umgebende landwirtschaftliche Flächen, die dem Land gehörten, nicht mehr genutzt, berichtet Kristine Heyde, Leiterin des Nationalparkreviers Babke, und ergänzt:
"Darum kam uns der Gedanke, die Wasserstände des Düsterwiesen-Bruchs, scherzhaft die ,Everglades von Blankenförde' genannt, zu erhöhen, um die Renaturierung zu befördern." Allerdings führte diese Erhöhung zu Unstimmigkeiten mit den Anwohnern, erinnert sich die Revierleiterin.
Es fand sich aber eine Lösung. Am Düsterwiesen-Bruch vorbei wurde ein Bypass (ein Graben zur Umleitung eines Teils des Wassers) gelegt. Dadurch konnte der Abfluss aus der Zotzen-Niederung wieder hergestellt werden. Und der "Trick" bei diesem Projekt: So konnte der Wasserstand im Bruch auf der neuen Höhe gehalten werden. Dadurch allerdings versank der alte Steg im Wasser. Jetzt wurde ein neuer, erhöhter Steg von den beiden Mitarbeitern des Nationalparkreviers Babke, Roland Mailahn und Alois Schubert, neu gebaut. "Die geführten Wanderungen durch das Düsterwiesen-Bruch, das langsam auf ehemaliger landwirtschaftlicher Nutzfläche neu entsteht, sind sehr beliebt. Durch den erhöhten Steg sind diese Wanderungen durch die faszinierende Landschaft wieder gut möglich", erklärt Kristine Heyde und weist schwärmerisch auf die auch ein bisschen unheimliche Moorlandschaft mit den absterbenden Bäumen.
Das Bruch ist über 60 Hektar groß und bei ausreichend starkem Eis mit entsprechender Vorsicht begehbar. In diesem Moment schreien aus dem Bruch heraus Kraniche. "Diese beeindruckenden Vögel sind seit ein paar Jahren Neuansiedler im Bruch und brüten auf Bülten", ist die Babker Revierleiterin sehr erfreut. Das bezeichnet sie als einen weiteren schönen Grund, an einer geführten Wanderung durch das wiedererstehende Bruch teilzunehmen. Informationen gibt es beim Nationalparkamt Müritz.
Quelle: Nordkurier vom 20.04.2011




