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Royaler Brückenschlag nach London


Mirow. Im "3 Königinnen Palais" auf der Mirower Schlossinsel wurde am Freitag die Sonderschau zu Ehren von Sophie Charlotte feierlich eröffnet.

 

Just an dem Tag, an dem sich Prinz William und seine Kate in London das Ja-Wort gaben, wurde am Freitag im "3 Königinnen Palais" auf der Mirower Schlossinsel eine Sonderausstellung zu Ehren von Sophie Charlotte, einstige Königin zu England, eröffnet. 

Als Erinnerung an deren Krönung vor 250 Jahren und als Auftakt zu weiteren Veranstaltungen im Sophie-Charlotte-Jahr. Ein "glücklicher Zufall, der auch ein bisschen geplant war", wie Kultusminister Henry Tesch (CDU) verriet.

 

"Wir haben einen Wunschtermin gehabt. Dass das geklappt hat, ist allen Mitstreitern zu verdanken", sagte er. Im Kreise zahlreicher Gäste aus Wirtschaft, Politik und Tourismusbranche und begleitet von zeitgenössischer Musik, dargeboten in historischen Kostümen, wurde durch Angelika Groh, Geschäftsführerin des "3 Königinnen Palais" , in die Sonderschau eingeführt. Das Besondere daran ist, dass es sich nicht um Exponate "von der Stange" handelt, die die Ausstellungsräume und teilweise auch das Außengelände zieren. Vielmehr war Kreativität gefragt. Und mit der konnte das "3-Königinnen-Palais"-Team ausgiebig aufwarten.

Unter Mitarbeit von Jenny Krüger, freie Grafikerin, und Elise Schröder, Innenarchitektin, sowie weiteren tatkräftigen Akteuren wurden Exponate erdacht, gefertigt und angebracht, die zum Schauen, Entdecken und Ausprobieren einladen. Eine Litfasssäule listet in der Ausstellung Ereignisse jener Zeit auf, allerdings war die Königin selbst wenig politisch aktiv. Aber auch die Kindheit Sophie Charlottes, die sie in Mirow verlebte, ist beleuchtet.

 

Während sich bei der Ausstellungseröffnung drinnen die "Offiziellen" tummelten, nutzten Gäste draußen die Möglichkeit beim Public Viewing an der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton in London teilzunehmen. Seitlich vor dem Palais-Café war ein Großbildschirm-Fernseher aufgebaut. Und zuschauen wollten einige, so wie die kleine Lara vom Campingplatz Blankenförde, die sich zur Feier des Tages und zur Freude ihrer sie begleitenden Oma eine Krone ins Haar gesteckt hatte. Irgendwie war das Besondere zu spüren, an diesem Ort beim Anblick des Prinzen, der seine Wurzeln auch ein bisschen in Mirow hat - schließlich ist er direkter Nachfahre von Sophie Charlotte in 9. Generation.

 

Hochzeit war gestern Mittag auch in Neustrelitz angesagt: Bei der Terminplanung für ihre Eheschließung haben Daniela Großkopf und Herbert Schröder aber nicht nach London "geschielt", wie sie übereinstimmend versicherten. Aber genau wie in der Westminster Abbey, wo sich William und Kate das Ja-Wort gaben, bekam auch in Neustrelitz der Bräutigam seine Braut erst kurz vor der Eheschließung zu sehen. Das Paar kennt sich aber schon etwas länger als Kate und William, gut 16 Jahre leben beide miteinander. Und Herbert Schröder meint längst auch zu wissen, wie die Zweisamkeit auf Dauer schön sein kann: Das Leben auszuhalten, mit seinen schönen und seinen schwierigen Momenten, das sei wichtig für eine Beziehung.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 30.04.2011




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