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Bund bestätigt Variante der Mirower Umgehung
Mirow. Wo genau soll eigentlich die Mirower Ortsumgehung entlang geführt werden? Zu dieser Leserfrage sprach der Nordkurier mit Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz.
Es gab zunächst drei Varianten, jetzt liegt die vom Bund bestätigte vor (siehe Karte). Die Linienführung ist in zwei Abschnitte gegliedert, den Süd- und den Westabschnitt, erläutert Jens Krage. Beginn der Bauarbeiten soll 2015 sein (der Nordkurier berichtete).
Wenngleich durch die Bürgerinitiative Ortsumgehung Mirow immer wieder Unverständnis über den deren Meinung nach späten Baubeginn geäußert wird, betont Jens Krage, dass die Planung umfangreich und kompliziert sei und ihre Zeit brauche. Die Voraussetzungen für den Bau der Ortsumgehung seinen aber günstig. "Mirow hat das große Glück, dass schon im Bundesverkehrswegeplan von 2003/04 der West- und der Südabschnitt der Ortsumgehung als vordringlicher Bedarf aufgenommen sind - ebenso wie die neue Streckenverbindung Mirow - Wittstock", erklärt der Straßenbauamtsleiter. So sei es möglich, in Planung und Bau zu gehen. Der Bund sei Baulastträger für alle drei Maßnahmen. Dadurch habe der Bund die erforderlichen Finanzen eingestellt.
Die Verbindung der Oberzentren Neubrandenburg und Magdeburg über Neustrelitz, Mirow (mit Ortsumgehung) und Wittstock sei als Verbindung mit der Funktionsstufe 1 eingeordnet worden. Das sei eine sehr hochwertige Bundesstraße so wie zum Beispiel die Verbindungen Neubrandenburg - Schwerin (B 192) oder Berlin - Saßnitz/Mukran über Neubrandenburg und Neustrelitz (B 96) auch, erklärte Jens Krage. Diese Einordnung sei günstig für die Verwirklichung der Mirower Ortsumgehung.
Die umfangreichen Arbeiten für die Entwurfsplanung des Südabschnitts seien im Südabschnitt jetzt angelaufen. Dazu musste vorher eine europaweite Ausschreibung erfolgen. Daraus ging eine Arbeitsgemeinschaft hervor, die sich unter anderem mit Flora und Fauna, zum Beispiel Vogelschutzgebieten, dem Baugrund und Schallschutzmaßnahmen befasst. Für den Westabschnitt laufe jetzt ebenfalls die europaweite Ausschreibung, die Arbeitsgemeinschaft soll Ende Juni stehen. Die Aufteilung in zwei Abschnitte habe bei einigen Bürgern die Befürchtung hervorgerufen, dass möglicherweise nur der Südabschnitt gebaut würde und die B 198 dann über die Straße Starsow - Schleusenbrücke und Mirowdorf weitergeführt werde. So eine Variante schließe Jens Krage definitiv aus, weil dann die ganze Ortsumgehung keinen Sinn machen würde.
Quelle: Nordkurier vom 18.05.2010




