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Förderverein will Diemitzer Kirche sanieren
Diemitz. Die Diemitzer Kirche ist ein sehr sehenswertes Gotteshaus - und das ist auch organisatorisch gut möglich, weil sich eine gute Seele aus Diemitz um das Gebäude und den Platz, auf dem sie steht, kümmert:
Daniela Lonau sorgt schon seit einigen Jahren dafür, dass die "Offene Kirche" den ganzen Tag von Einheimischen und Urlaubern betreten werden kann. "Sie schließt schon frühmorgens auf und schließt erst gegen 20 Uhr die Türen ab, so können sich Besucher auch noch nach dem Abendbrot einstellen", lobt Propst Wilhelm Lömpcke. Außerdem reinigt die Diemitzerin die Kirche, stellt immer eine Kerze hin, die zur Freude der Besucher leuchtet.
So schön das 1765 fertig gestellte Gotteshaus ist - auch die Schäden sind nicht zu übersehen. Darum gründete sich ein Förderverein mit der Diemitzerin Heidrun Rexer an der Spitze. Mittlerweile hat der Verein, dessen Gemeinnützigkeit gerade eingetragen wurde, 30 Mitglieder, berichtet Wilhelm Lömpcke und ergänzt: "Uns wurde eine größere Spende in Aussicht gestellt. Da nahmen wir uns vor, die in den 1970er-Jahren verputzte Außenfassade zu erneuern. Aber Architekt Peter Blümel aus Malchow, den die Kirchgemeinde auch bei der Sanierung der Lärzer Kirche zu Rate zog, empfahl, erst die Dachbalken und das Dach genau anzusehen."
Der Ringanker, der aus Balken besteht, müsste als erstes saniert werden, erklärt Wilhelm Lömpcke. Das Dach ist zum Glück weitestgehend dicht, der Putz ist stabil, soll aber eine freundlichere Farbe - helles Ocker ist im Gespräch - erhalten. Im Innern des Gotteshauses ist ebenfalls ein Anstrich vorgesehen. Zunächst aber sind Architekt und Restauratorin beauftragt, die Aufgabenbeschreibung zu formulieren sowie die Kosten der Sanierung zu ermitteln, erläutert der Propst.
Wer in die 245 Jahre alte Kirche tritt, dessen Blick wird zunächst auf den gemalten Himmel an der Decke gelenkt: Sonne, Mond, Sterne, Wolken und vier Engel erfreuen das Auge. Oben in der Mitte des Altars ist das Auge zu sehen, das ein Symbol für Gott ist, heißt es auf einem Handzettel über die Kirche, mit dessen Hilfe sich jeder Besucher informieren kann. An den Seiten des Altars stehen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Die Orgel wurde 1897 eingebaut - wahrscheinlich von der Firma Grüneberg aus Stettin. 1974 wurde das Instrument restauriert und befindet sich heute noch in recht gutem Zustand. Im Turm hängen zwei Glocken, sie ersetzen die beiden Glocken, die im Ersten Weltkrieg zu Waffen ein
geschmolzen wurden.
Wer den Förderverein bei den Sanierungsarbeiten der Diemitzer Kirche unterstützen möchte, ist gern gesehen. Interessenten können sich bei Heidrun Rexer in Diemitz oder bei der Kirchgemeinde Schwarz unter der Rufnummer 039827-30260 oder schwarz@kirchenkreis-stargard.de melden.
Quelle: Nordkurier vom 18.05.2011




