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Kita Konzept Umwelt gilt auch für das Essen
Mirow. Das auf die Umwelt orientierte Konzept der Kita "Seepferdchen" in Mirow wird auch unter der neuen Leiterin Alke Neujahr fortgeführt.
Umwelt hat für sie sehr viel mit Gesundheit zu tun und das soll sich auch im Essen in der Einrichtung, in der gegenwärtig 83 Kinder betreut werden und jeden Tag etwas Neues lernen, widerspiegeln. Darum sprach die Leiterin mit dem Elternrat, um Ideen zu sammeln und sich dann mit der Küche des Seniorenzentrums am Stadtpark, wo das Mittag für die Kita gekocht wird, kurzzuschließen. "Wir haben regelmäßig engen Kontakt mit der Küche, dabei geht es uns um salz- und zuckerreduzierte Kost. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und Farbstoffe werden für unser Essen nicht verwendet", erklärt Alke Neujahr zu diesem Thema.
Angestrebt wird auch weniger Zucker durch das Angebot von Müsli, hochwertigen Cornflakes und Reiswaffeln. Damit die Kinder nicht zu viele Kalorien aufnehmen und dadurch überflüssiges Gewicht zulegen, gibt es als Getränke nur Saft mit 100 Prozent Frucht, Mineralwasser und Milch, erläutert die Leiterin, wie im "Seepferdchen" dem allgemeinen Trend, dass Kinder immer dicker werden, entgegen gearbeitet wird.
Alke Neujahr hat seit kurzem einen neuen Kollegen, den sie abgeworben hat, wie sie sagt: Stephan Witzovsky. "Seit Anfang des Jahres dürfen Heilerzieher in Kitas arbeiten. Und da ich Stephan von einem Praktikum an der Förderschule Neustrelitz kenne, wo ich ein Zeitlang arbeitete, sprach ich ihn an", erzählt die Kita-Leiterin. Ihn einzustellen, verband sich auch mit dem Bestreben von Alke Neujahr, jüngere und ältere Erzieher in der Kita zu beschäftigen, das halte sie besser für die Kinder. Stephan Witzovsky ist Mirower und geht darin auf, mit Kindern zu arbeiten. Alke Neujahr hält es für sehr wichtig, dass mehr Männer in Erzieherberufe kommen. Heutzutage würden viele Familienväter auswärts arbeiten und nur am Wochenende zu Hause sein, in der Grundschule arbeiten Männer nur sehr selten. "Die Mutter kann den Vater nicht ersetzen, darum ist es wichtig, dass mehr Männer in Erzieherberufe kommen", betont Alke Neujahr.
Die junge Kita-Leiterin ist gebürtige Neustrelitzerin, lernte Erzieherin, ging nach Berlin, befasste sich mit Soziologie, arbeitete in Großbritannien an einem College als Deutschlehrerin. Danach war sie in Berlin tätig in einer Einrichtung mit Migrationshintergrund. "Dann erhielt ich das Angebot als Schulsozialarbeiterin in Neustrelitz, die Heimat zog mich zurück", erzählt die nun in Mirow Tätige.
Quelle: Nordkurier vom 07.06.2011




