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Burgfest- Bühne ins Trockene verlegt


Wesenberg. Das Wesenberger Burgfest, dem traditionell das 1. Juli-Wochenende vorbehalten ist, stand in diesem Jahr ganz im Zeichen seiner jüngsten Besucher - der Kinder.

 

Vielfältigste Möglichkeiten waren angeboten, doch fiel einiges wegen Dauerregens ins sprichwörtliche Wasser. Die Woblitzstädter improvisierten jedoch und staffierten die "Werlestuben" zum Veranstaltungsort aus. So war man im Trockenen. Da war das Burgfräulein - eine Jungfrau - zu wählen. Fürst und Stadtgründer Nicolaus von Werle (Jürgen Gentzen) entschied sich für Leonie Ulrich als Begleiterin. Beglaubigt wurde die Auswahl vom Schreiber Federkiel (Helmut Hamp). Gleichzeitig tagte die Rittertafel von Wesenberg mit Vertretern aus mehreren Jahrhunderten. Die prächtigen Kostümierung der Ritter wird in Burg Stargard gefertigt. Auf Grund hoher Kosten, die der Burgverein und Sponsoren tragen, können die Prachtgewänder nur nach und nach entstehen, erfuhr der Nordkurier vor Ort.

 

Die beiden Chöre "De Burgsängers" und der Woblitzchor feierten den Hochzeitsschmaus mit Kuchen von Bäcker Reinhold. Am Vorabend hatten sie Anna und Emil (Ruth und Heinz Hofert) beim Burgfestsingen "verheiratet". Die Braut belustigte die Gäste mit dem Lied "Emils unanständige Lust". Einen Höhepunkt bot der Auftritt der Gruppe "Vitigo" aus dem Böhmerland (Tschechien). Begleitet von Minnegesang zelebrierte die Gruppe Schwertkämpfe. Trotz der beengten Möglichkeiten zeigte sie eindrucksvoll die Beherrschung der mittelalterlichen Waffen. Der schon volle Saal bot nur noch wenige Stehplätze, es kamen aber immer noch Zuschauer. Eine Episode des jährlichen Burgschauspiels war angekündigt. Die Akteure, darunter erstmalig auch Kinder, hatten zuvor mehr als drei Monate geprobt und spielten nun eine von Bürgermeister Helmut Hamp geschriebene Geschichte - aus dem Leben gegriffen, aber dennoch erfunden. Es ging um die Einführung des ersten Amtsmannes, heute heißt das Amt Bürgermeister. Tosender Applaus der Zuschauer kündete vom Gefallen. Man darf aufs nächste Jahr gespannt sein.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 04.07.2011




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