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Weltnaturerbe Serrahn soll weltberühmt werden
Serrahn. Das Serrahner Weltnaturerbe soll intensiv beworben werden und internationale Bekanntheit erlangen.
Das sagte Till Backhaus (SPD) gestern in Serrahn. Der Landes-Umweltminister würdigte in Hohenzieritz die Aufnahme der bis zu 300 Jahre alten Buchen in die UNESCO-Welterbeliste und wanderte anschließend durch den mit der Auszeichnung bedachten Teil des Müritz-Nationalparks.
Das weltweite Interesse solle unter anderem mit Werbung im Internet, in Prospekten und auf Autobahnschildern geweckt werden. Eine Umbenennung in Müritz-Serrahner Nationalpark, mit der das Sahnestück des Reservats schon in dessen Namen hervorgehoben würde, hält Till Backhaus aber nicht für notwendig. "Wozu", fragte er. Der UNESCO-Titel sei eine so "gewaltige Aufwertung des Waldes", dass allein deswegen Naturfreunde aus aller Welt nach Mecklenburg-Strelitz reisen würden.
Der Umweltminister würdigte auch die Arbeit vieler Forstleute. Sie hätten dazu beigetragen, dass die Wälder um Serrahn heute ihren urwaldähnlichen Charakter haben. Beispielsweise habe der Serrahner Förster Hubert Weber in den 50er Jahren "trickreich dafür gesorgt", dass die Wälder geschont wurden, bevor 1957 dann 3000 Hektar als Totalreservat ausgewiesen wurden. Aber schon zu Zeiten des Großherzogs Georg (1779-1860) hatten die Serrahner Wälder einen besonderen Status, sagte Nationalparkleiter Ulrich Meßner. "Er war ein Feingeist, dem so etwas nicht egal war." In Zeiten, da die Bevölkerung die Wälder für Brennholz plünderte oder zu Viehweiden machte, habe der Großherzog "das Volk aus den Wäldern ausgesperrt".
Es hat in der Vergangenheit aber auch immer wieder Diskussionen darüber gegeben, ob die Buchen geschützt oder genutzt werden sollen, merkte Ulrich Meßner an. "Manchmal ging es um einzelne Quadratmeter." "Diskussionen haben wir heute auch noch", so Till Backhaus. "Ich glaube, wenn es sich ein so starker Staat nicht leisten kann, fünf bis zehn Prozent seiner Wälder aus der Nutzung zu nehmen - wo leben wir denn?" Zur Zeit seien in Mecklenburg-Vorpommern 5,3 Prozent der Wälder geschützt, die Fläche solle größer Werden. "Wir gehen auf zehn Prozent", so der Landesminister. kommentiert
Quelle: Nordkurier vom 05.07.2011




