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Luftbilder zeigen Rechliner Erprobungsstelle


Rechlin. Das Luftfahrttechnische Museum Rechlin-Nord ist um eine Attraktion reicher. Am Sonnabend wurde das neue Kommunikationszentrum offiziell eröffnet.

 

"Der Raum, das waren zwei Garagen und zwei Vortragszimmer, mit Korridor verbunden", schildert Georg Schubert, Vorsitzender des Luftfahrttechnischen Museums. Über das EU-Förderprogramm LEADERplus gelang es, den Umbau zum Kommunikationszentrum zu finanzieren. Die Zwischenwände wurden herausgenommen, die Räumlichkeit malerisch instand gesetzt. Und es blieb auch noch Geld übrig, um die Backsteinfassade des Gebäudes sandzustrahlen, so dass das Museum auch äußerlich immer mehr an Attraktivität gewinnt.

Insgesamt flossen 120 000 Euro in die Baumaßnahme. 20 000 Euro davon brachte der Verein allein auf. Und er kümmerte sich um die Ausstellung, die einmal mehr die Bedeutung der einstigen Luftwaffen-Erprobungsstelle (E-Stelle) am Standort Rechlin sichtbar macht. Auf riesigen Bildtafeln, die aus einzelnen Luftbildern der Alliierten aus dem Jahre 1943 gefertigt wurden, lässt sich ein Überblick über die Ausdehnung der E-Stelle gewinnen. Zur Verfügung gestellt wurden die Luftaufnahmen durch Vereinsmitglieder, berichtet Georg Schubert weiter. Er selbst war Anfang des Jahres mit Vereinsmitglied Ralf Töpfer und dem zuständigen Förster im Wald auf Spurensuche gegangen, um bauliche Überbleibsel der E-Stelle ausfindig zu machen. Die Überreste würden immer mehr einwachsen und verwittern. Damit sie nicht gänzlich von der Bildfläche verschwinden, wurden Anschauungstafeln gefertigt, bei denen die Fotos durch Ziffern einer Landkarte zugeordnet sind - um den jeweiligen Standort zu verdeutlichen.

 

Die Grenzen der Erprobungsstelle wurden ebenfalls nachgezeichnet - so weit diese nach Zeitzeugenangaben rekonstruiert werden konnten. Ferner findet der Besucher das Organigramm der E-Stelle. Eine Zeitachse zur Entwicklung des Flugzeugwesens am Beispiel Rechlin sowie ein Beamer, der in einer Endlosschleife einen Film mit Luftaufnahmen von der Müritz zeigt, vervollkommnen die Ausstellung.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 11.07.2011




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