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Zwei Azubis auf der Kanu Basis Mirow


Mirow / Vipperow. "Zwei Lehrlinge waren nicht geplant, sie kamen des Weges und wir mussten sie nehmen, weil sie so gut sind", sagte Markus Frielinghaus, Geschäftsführer der "kanu basis mirow", am 6. Oktober vergangenen Jahres gegenüber der Strelitzer Zeitung.

 

Dabei drehte es sich um die Azubis Laura Alt und Stefan Kutschera. Hat sich bis Ende Juli dieses Jahres die Meinung des Chefs über die beiden geändert - ja, sind sie überhaupt noch da oder haben Nebensaison und Hauptsaison sie das Fürchten gelehrt? "Na klar sind sie noch da. Und ich habe mich nicht getäuscht, sie sind wirklich gut", versichert Markus Frielinghaus.

 

An der "kanu basis" in Mirow trifft der Nordkurier beide junge Leute, die Kauffrau bzw. Kaufmann für Tourismus und Freizeit werden wollen, wieder. "Knapp elf Monate sind um, es macht nach wie vor Spaß. Sonst hätte ich mir auch längst was anderes gesucht", sagt Laura klar und deutlich. Noch zwei Monate Lehrzeit liegen vor ihr und Stefan. Was sie dann wo arbeiten will, weiß sie noch nicht so genau, wahrscheinlich erst einmal ins Ausland gehen. "Urlaub wird überall gemacht. Bekannte von uns mit unserer Ausbildung haben auf Kreuzschiffen angeheuert", erzählt sie. Stefan, der aus Knüppeldamm im Müritzkreis stammt, hat schon deutlichere Vorstellungen: "Ich könnte mir gut vorstellen, hier zu bleiben, es gefällt mir", lautet seine Antwort auf die Frage.

 

Weil Stefan aus der Gegend ist, hat er es in einem leichter als Laura, sie stammt aus Marel bei Essen im Ruhrgebiet. "Damit komme ich nicht so einfach klar. Meine familiären und sozialen Kontakte habe ich vor allem dort, wenngleich ich hier mittlerweile Freunde fand. Aber mein Ausbilder ist nett, ich bekomme auch in der Saison drei freie Tage am Stück", berichtet Laura über dieses Thema.

 

Eine Nebensaison absolvierten sie schon ganz, eine Hochsaison halb. Sie sind mitten drin im Betrieb, um alles kennen zu lernen. Sie erzählen zum Beispiel über die so genannte Genießertour. Die Urlauber sind dabei mit ganz wenig Gepäck von Ort zu Ort unterwegs. Um alles andere kümmert sich die "kanu basis": Zelte auf- und abbauen, Essen einkaufen... ". Das ist zum Beispiel für Familien, die die Natur genießen, aber ihre Ruhe haben wollen vor all dem Aufwand drumherum. Das ist Service pur, für den wir da sein müssen", schildert Stefan diese Tour. Er nahm sich übrigens vor, im Winter die Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer zu absolvieren. Das interessiert ihn - und schließlich ist Vielseitigkeit Trumpf. Das weiß auch Laura, die zum Beispiel die Hochseilgartentrainer-Ausbildung bereits erfolgreich schaffte.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 28.07.2011




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