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Wasserstraßen droht die Voll-Sperrung
Canow. Noch ist die Schifffahrt auf dem mecklenburgischen Teil der Oberen Havel-Wasserstraße freigegeben.
Sollte der Regen in den nächsten Tagen jedoch wieder reichlich vom Himmel fallen, sei mit einer Sperrung zu rechnen. Das sagte Thomas Rademacher von der Canower Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde auf Nordkurier-Nachfrage.
Meldungen, wonach die Wasserstraße zwischen Müritz und Zehdenick bereits gesperrt worden wäre, bestätigte das Amt nicht. Der Bereich sei noch bis Bredereiche in Brandenburg befahrbar. Auch in Richtung Rheinsberg seien die Kanäle für den Bootsverkehr noch frei. Aber: "Die Müritz ist randvoll", betont Rademacher. Teilweise schwappe das Wasser an den Schleusen bei Bootsdurchfahrten über, schildert er die Lage.
Daher werde derzeit an den Wehren und Schleusen auch nachts versucht den Wasserhaushalt zu regeln. "Die Schütze werden leicht angezogen, so dass Wasser hindurch fließen kann", erklärt Rademacher. Fakt ist aber trotzdem: Falls wieder stärkere Niederschläge kommen, müsse wohl eine Sperrung für die Schifffahrt auf der kompletten Oberen Havel-Wasserstraße erfolgen. Bootsfahrer sollten auf aktuelle Aushänge an den Schleusen achten.
Ab der Schleuse Bredereiche, die noch unter die Canower Zuständigkeit fällt, ist die Havel wegen der bisherigen heftigen Regenfälle schon jetzt gesperrt. Hier fließe zurzeit soviel Wasser durch, dass die Uferlinie nicht mehr zu erkennen sei, erklärt Rademacher. Damit seien auch gefährliche Querströmungen entstanden, was Bootsfahrern das Manövrieren deutlich erschwere. Hinzu komme, dass die Schleusen in dem Bereich automatisiert seien und über Sensoren funktionieren. Diese würden nun jedoch unter Wasser liegen.
Quelle: Nordkurier vom 03.08.2011




