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Schloss- Restaurierung verzögert sich weiter
Mirow. Der Abschluss der Restaurierung des Mirower Schlosses verschiebt sich um ein weiteres Jahr auf nun 2014 und kostet zusätzlich 1,4 Millionen Euro.
Ursache dafür sind zusätzliche Arbeiten am Dach und Außenputz, weil diese vor rund 20 Jahren nicht ordnungsgemäß vorgenommen wurden. Das berichtete der Mirower Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP). Auf Nordkurier-Nachfrage bestätigte das Sebastian Sahm, stellvertretender Sprecher des zuständigen Schweriner Bauministeriums.
Der Außenputz weist sichtbare Risse auf, weil er direkt bis an die Fensterrahmen aus Holz, die arbeiten, herangeputzt wurde, erläuterte Karlo Schmettau, nachdem während einer Beratung mit Staatssekretär Sebastian Schröder vom Bauministerium am Freitag über die Thematik Schloss in Mirow informiert wurde.
Die Bauarbeiten am Dach seien notwendig, weil die Dachlatten unterdimensioniert seien und sich unter großer Schneelast verbiegen, so dass Schnee unter das Dach geblasen werden können. Das haben die beiden jüngsten schneereichen Winter gezeigt, berichtete der Bürgermeister und ergänzte, dass das Dach schon seit dem 18. Jahrhundert konstruktive Fehler aufweist. Zusätzlich zu den bisherigen Bauvorhaben sei jetzt ein Fahrstuhl zur die oberen Etage geplant, um das Schloss behindertengerecht und besucherfreundlicher für ältere Bürger zu gestalten. Dieses Projekt schlägt mit rund 300.000 Euro zu Buche, erklärte Sebastian Sahm. Der Finanzausschuss des Landtags hat grünes Licht gegeben für die zusätzlichen Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro für das Schloss, sagte Karlo Schmettau, der nicht glücklich darüber ist, dass sich die Restaurierungsarbeiten verlängern. "Aber dann ist wirklich alles solide und ordentlich ausgeführt", betonte er gegenüber dem Nordkurier. Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass im Herbst die Erneuerung des Schlossparks beginnen soll. Dazu ist im Vorfeld eine Informationsveranstaltung für Interessierte geplant.
Für die Dach- und Putzarbeiten laufen gegenwärtig die Ausschreibungen, berichtete Karlo Schmettau weiter. Im Herbst werde das Schloss vollständig eingerüstet, dann können die Arbeiten beginnen. Vorher gebe es noch einen Lichtblick für den Residenzschlossverein: Während des Festivals der Künste im September dürften zwei kleine Konzerte im Schloss stattfinden.
Quelle: Nordkurier vom 03.08.2011




