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Fast alle Strasener Rentiere sind tot
Strasen. Neun der zehn Rentiere der Rentierzucht A. & C. Hoffmann in Strasen sind tot. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag kamen Cornelia und Andreas Hoffmann aus Nordschweden zurück, wo sie sich zur Weiterbildung aufhielten.
"Am Freitag morgen sahen wir die tote Herde, es war furchtbar", berichtete Andreas Hoffmann gegenüber dem Nordkurier. Die Todesursache der Tiere war gestern noch nicht klar. Das Veterinäramt Rostock ing nach Auswertung der Proben davon aus, dass es sich um einen Unfall handelte. Die Tiere hätten sich sozusagen überfressen undseien an Übersäuerung, die vom Pansen ausging, gestorben. Wie sie in die Futterkammer, in der sie die Nahrung vorfanden, gelangen konnten, ist noch unklar. Auf jeden Fall reagierten die Tiere auf ein Übermaß an bestimmter Nahrung sehr empfindlich.Schs Muttertiere, zwei Zuchtbullen und ein Jungtier sindverendet, erklärte Andreas Hoffman. Der Schaden beträgt laut Polizei rund 50.000 Euro.
Der Tierarzt, mit dem Familie Hoffmann seit längerem zusammenarbeitet, hat aber dennoch andere Vermutungen "Tiere, die überfüttert sind, fallen nicht nach zwei Stunden tot um. Außerdem waren sie nicht aufgebläht", gibt Andreas Hoffmann die Auffassung des Tierarztes wider. Nach der Erklärung des Veterinäramtes war er trotz aller Trauer dennoch erleichtert, dass scheinbar kein Mensch im Dorf umgeht und Tiere vergiftet. Als sich dann aber gestern Nachmittag der Tierarzt äußerte, zeigten sich Andreas und Cornelia Hoffmann noch bedrückter. "Es ist also nach wie vor unklar, warum unsere Tiere sterben mussten", sagte Andreas Hoffmann.
Dennoch wollen beide Strasener, die seit zwei Jahren Rentiere züchten und sich so eine Existenz erarbeiteten, nicht aufgeben. Am Donnerstag fährt Andreas Hoffmann nach Schweden, um neue Tiere zu kaufen. Bis zum Weihnachtsfest wollen die Hoffmanns die Vierbeiner so zahm haben, dass sie sich streicheln lassen. "Wir haben Verträge. So sind wir zu Weihnachten für den großen Erdbeerhof Rövershagen bei Rostock gebucht worden, diese Verträge wollen wir einhalten", erklärt Andreas Hoffmann.
Übrig geblieben ist nur noch das Jungtier Loki, das als Flaschenkind aufgezogen wurde und dem Schicksal der Herde entkam. "Wir bitten alle, denen die Rentiere am Herzen liegen, zu spenden, wir freuen uns über jeden Cent", bat Andreas Hoffmann. Er ist unter 0162-2423621 und auf dem Hof in Strasen erreichbar.
Quelle: Nordkurier vom 23.08.2011




