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Woblitzufer weiterhin im Blickfeld
Wesenberg. Die Pläne zur Umgestaltung des Woblitzufers in Wesenberg sollen weiterverfolgt werden.
Geld für entsprechende Untersuchungen und Planprozesse hat die Wesenberger Stadtvertretung auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend freigegeben.
Anfang des Jahres war das Vorhaben zunächst in weite Ferne gerückt, nachdem das Land es ablehnte, das Woblitzufer in das Stadt-Sanierungsgebiet einzubeziehen. Nun gab es bei einem Besuch von Vertretern des Landwirtschafts- sowie des Innenministeriums jedoch ein Angebot zur Förderung, teilte Bürgermeister Helmut Hamp (BfW) mit.
Danach stelle das Land 50.000 Euro für die Planungsarbeiten in Aussicht, nur noch 30.000 Euro müsste die Stadt aus der eigenen Kasse beisteuern. Aufgrund der anstehenden Wahlen müsse aber schnell entschieden werden, habe es von der Landespolitik geheißen. Das Thema Woblitzufer hatten die Wesenberger daher kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt.
Mit der Umgestaltung ihres Seeufers wollen die Wesenberger eine bessere Anbindung von Innenstadt und Woblitz erreichen. Der Wasserwanderrastplatz soll erweitert und ein Erlbenisbereich geschaffen werden. Zudem soll eine Insel zum Schutz der Flora und Fauna entstehen.
In der Diskussion um das Vorhaben wurden aber auch kritische Stimmen laut. Niels Hoffmann (BfW) sprach etwa von einem "unverhältnismäßigen Eingriff in die Natur". Viele Touristen würden gerade in der Region um Wesenberg die Unberührtheit der Natur schätzen und suchen. Er bezweifelte zudem, dass die Stadt in der Lage sei, das millionenschwere Projekt, das es einmal werden könnte, zu stemmen.
Anders sah es Peggy Sarodnik (BfW). Touristen würden zunehmend Angebote wie Restaurants am Wasser missen und fahren dann lieber nach Mirow oder Neustrelitz. Auch der naturverbundene Urlauber lege Wert auf Komfort, fügte sie an. Zudem würden von der Gestaltung des Woblitzufers weitere Projekte abhängen, verdeutlichte Bürgermeister Hamp und nannte mit der alten Holzindustrie, dem Standort Schützenquartier und der alten Post andere Objekte, die es mit Investoren zu entwickeln gilt.
"Der See soll stadtnah zu erleben sein", sagte Hamp. Am Ende überwogen die Befürworter des Projekts und die Meinung, dass es ein Wagnis sei, das es wert ist, einzugehen.
Quelle: Nordkurier vom 27.08.2011




