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Rentierzüchter von Solidarität überwältigt
Strasen. Cornelia und Andreas Hoffmann sind überwältigt von der Solidarität und den Spenden - viele Menschen wollen ihnen helfen, den Verlust ihrer Rentiere zu überwinden und einen Neuanfang zu finden.
Am Sonnabend vor einer Woche fanden sie zwölf ihrer 13 Tiere tot auf. Die Todesursache steht bis heute nicht fest. Dr. Frank Dieffenbacher, der die Rentierherde von Anfang an betreute und dem sie sehr dankbar sind, schickte alle Unterlagen an ein entsprechendes Institut in Leipzig, ein Ergebnis lag gestern noch nicht vor.
"Die Leute kommen zu uns, viele rufen an, grüßen uns aus dem Auto, Kinder spenden uns ihr Taschengeld, ein älteres Ehepaar aus Mirow schickte uns gleich nach dem Bericht im Nordkurier 50 Euro, ein junger Mann stand vor unserer Tür und spendete eine unglaublich große Summe, die Strasener Feuerwehr und der Heimatverein sammelten für uns", erzählt Cornelia Hoffmann und kann die Tränen nicht zurückhalten. Das tröstet die Hoffmanns ein wenig darüber hinweg, dass Loki, das Rentierkälbchen, das mit der Flasche aufgezogen wurde, am vorigen Sonntag auch noch starb. "Loki tat uns den Gefallen, in den schlimmsten ersten Tagen noch bei uns zu sein", sagt Andreas Hoffmann.
Auch Dank der Spenden konnten er und seine Frau vier neue Rentiere kaufen. Es sind drei jährige Bullen, die ihnen ihr alter Händler aus der Uckermark zu einem guten Preis überließ. "Auch er will uns helfen, damit wie wieder auf die Beine kommen", ist Cornelia Hoffmann froh. Inzwischen arbeiten beide intensiv mit den neuen Tieren. Denn bei den "Nordischen Tagen" vom 9. bis 11. September beim Neustrelitzer Möbelhaus Preuß wollen sie sich zum ersten Mal wieder mit den beliebten Tieren in der Öffentlichkeit zeigen. Dann plant das Möbelhaus, die Patenschaft über ein Rentier zu übernehmen.
Beim Strasener Erntefest am 17. September möchte Andreas Hoffmann zwei der noch halbscheuen Tiere so weit haben, dass sie einen Wagen ziehen. Und dann werden sich die Hoffmanns, zu erreichen unter 0162 2423621, bei allen Helfern herzlich bedanken.
Quelle: Nordkurier vom 30.08.2011




