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Wesenberg lehnt Biogasanlage ab


Wesenberg. Die Stadt Wesenberg lehnt den Bau einer Biogasanlage auf dem Gelände des ehemaligen Jungvieh-Komplexes an der Wustrower Chaussee ab.

 

Zu dieser Entscheidung kamen jüngst die Wesenberger Stadtvertreter. Der Investor EnviTec Biogas mit Sitz in Lohne (Niedersachsen) hatte das Vorhaben geplant und bereits Ende vergangenen Jahres vorgestellt.

 

Nun sei jedoch der Eindruck entstanden, dass der Investor das Projekt nicht ernsthaft genug verfolgt. Auch vom zuständigen Planungsbüro würden nähere Vorlagen fehlen, so Bürger

meister Helmut Hamp (BfW). Zudem würden Zweifel daran bestehen, dass aufgrund der geplanten Größe genügend Rohstoffe aus der Umgebung angefahren werden können, hieß es. Da der Investor eine Erdgaseinspeisung ins Versorgungsnetz plane, müsse die Anlage eine gewisse Größe haben, um auch rentabel zu sein, erklärte Stadtvertreter Niels Albrecht. Damit wären 2500 Schweinestallplätze, Tretmist von 400 Rindern sowie 800 Hektar bewirtschaftete Fläche für Mais- und Grassilage in der Umgebung der Woblitzstadt notwendig. "Und das ist nur der Optimalfall", sagte Albrecht.

 

Auch die Wustrower Bürger hatten angesichts der Größe der Anlage in der Vergangenheit bereits ihre Bedenken geäußert. Riesige Maisfelder wolle man in der Umgebung nicht haben, formulierte es Thomas Splett sehr deutlich. Zunächst hatten die Wesenberger dem Bau einer Biogasanlage grundsätzlich offen gegenüber gestanden. Dass nun kein "Zickzackkurs" gegenüber dem Investor eingenommen werde, merkte Niels Hoffmann an. Auch der Bürgermeister sprach sich für neuerliche Gespräche mit EnviTec aus. Ein Antrag, die Entscheidung zur Biogasanlage noch mal zu vertagen, wurde jedoch abgelehnt. In der anschließenden Abstimmung über das Einvernehmen zum Bauvorhaben, sprach sich die Mehrheit dann für eine Ablehnung der Biogasanlage aus.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 01.09.2011




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