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Wanderrevier lässt auf sich warten
Kratzeburg / Ankershagen. In Sachen Wanderrevier "Alte Salzstraße" müssen sich interessierte Wanderfreunde noch etwas länger gedulden.
Eigentlich war eine Ausschilderung der Routen im Havelquellgebiet noch in diesem Jahr geplant. Daraus werde aber vorerst nichts, wie Kratzeburgs Bürgermeister Guntram Wagner (Wählergemeinschaft) nun auf Nordkurier-Nachfrage mitteilte.
Hintergrund dafür seien Forderungen des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) gewesen. Die Behörde habe schon bei der Antragstellung für Leader-Fördermittel einzelne Nachweise über die Besitzverhältnisse der Stellen verlangt, an denen Hinweispfähle und -tafeln geplant sind. "Damit sind die Hürden für uns als Gemeinde zu hoch gelegt", erklärt Wagner, der das Gemeinschaftsprojekt mehrerer Kommunen koordiniert. Die Umsetzung sei jedoch erst einmal nur zeitlich nach hinten verschoben, sagt er weiter und räumt damit Gerüchte aus, denen zufolge das Vorhaben nun gänzlich auf der Kippe stehe. Auch Dagmar Wilisch, Leader-Regionalmanagerin, betont, dass weiter an dem Wanderrevier "Alte Salzstraße" festgehalten werde. "Wir arbeiten weiterhin daran", so Wilisch. Sie hofft, dass im kommenden Jahr die Ausweisung der Routen vorgenommen werden kann. Circa 12.000 Euro sollen aus dem Leader-Fördertopf in das Projekt fließen.
Laut dem StALU reiche es für die Antragstellung auf Fördermittel auch aus, wenn die Gemeinden versichern können, dass auf privaten Flächen das Aufstellen von Hinweispfählen geklärt wird. Spätestens wenn der Fördermittelbescheid erteilt werden soll, müsse aber auch die Erlaubnis der Grundbesitzer vorliegen, heißt es aus der Behörde. Kein Problem stellt hingegen der öffentliche Raum dar.
Bei dem Projekt Wanderrevier "Alte Salzstraße" sollen zwischen Ankershagen, Pieverstorf und Liepen mehrere Rundwege entstehen. Wanderer sollen neben der Landschaft der Havelquellregion auch kulturelle und naturhistorische Sehenswürdigkeiten erleben können.
Quelle: Nordkurier vom 08.09.2011




