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Samidorf wieder geöfffnet
Strasen. Gute Nachrichten können Cornelia und Andreas Hoffmann verkünden. Die beiden Strasener Rentierzüchter werden heute wieder ihr Samidorf eröffnen.
Nachdem die komplette Altherde im August verstorben war, hatte das Paar den Hof in Strasen vorübergehend geschlossen.
Die vier neuen Tiere, die Dank vieler Spenden vor kurzem von einem uckermärkischen Händler gekauft werden konnten, seien ab heute im Mittelgehege zu sehen, erklärt Andreas Hoffmann. Auch beim Strasener Erntefest am kommenden Sonnabend wollen Hoffmanns mit einem Rentier und ihrem Stand wieder mit von der Partie sein. Sogar die Teilnahme mit einem Wagen beim Ernteumzug sei geplant. "Es läuft wieder an", blickt Andreas Hoffmann optimistisch in die Zukunft.
Mit zwei der vier Rentierbullen arbeite er derzeit intensiver, um sie an den Kontakt mit Menschen zu gewöhnen. Das bedeute Training an jedem Tag. Da die Tiere im Winter ihr Geweih abwerfen, sei die kalte Jahreszeit normalerweise besser geeignet, um Rentiere zu zähmen. "Jetzt hab' ich mir schon ordentlich blaue Flecke eingehandelt", erzählt der Strasener Züchter. Doch die Blessuren nimmt er in Kauf. Denn die gebuchten Termine, zum Beispiel bei Veranstaltungen in der Weihnachtszeit oder wie am Freitag bei den "Nordischen Tagen" des Neustrelitzer Möbelhaus Preuß, sollen eingehalten werden.
In dieser Woche wollen Hoffmanns zudem ihre Herde durch den Zukauf einer Rentierkuh erweitern. "Wir trauern natürlich noch immer unser alten Herde nach, zumal die Tiere sehr zahm waren", sagt Andreas Hoffmann und fügt mit an: "Es muss nun aber weitergehen und wir schauen, wie die Zucht wieder aufgebaut werden kann."
Die genaue Todesursache der ersten Rentierherde stehe indes noch immer nicht fest. Wichtiger sei den Hoffmanns jedoch der Aufbau der neuen Zucht, sagen sie. Für die Anteilnahme der Menschen und die vielen Spenden kann sich das Paar nur immer wieder bedanken. Wer die neuen Rentiere bestaunen möchte, kann dies ab heute zu den üblichen Öffnungszeiten zwischen 11 und 18 Uhr tun.
Quelle: Nordkurier vom 12.09.2011




