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Neues Kennzeichen für die Seenplatte gesucht
Mecklenburgische Seenplatte. Die Verwaltungsspitze des neuen Großkreises hat sich noch nicht auf ein Kürzel für das noch zu bestimmende Kfz-Kennzeichen für die Mecklenburgische Seenplatte festgelegt. "Wir prüfen sorgfältig mehrere Varianten", so Kreissprecherin Silke Egger.
Es bestehe kein Zeitdruck, das neue Kennzeichen einzuführen. Bis zu einer Änderung blieben die bestehenden Kombinationen DM, MÜR und MST gültig und würden bei Neuzulassungen weiter ausgegeben. Eine Sonderrolle spiele das NB für Neubrandenburg. Hier gelte wie bei allen einstigen kreisfreien Städten die Regel, dass die bisherigen Kürzel erhalten bleiben.
Die Entscheidung über das Kennzeichen muss der neue Kreistag fällen, der am 13. Oktober zum ersten Mal zusammentritt. "Wir streben aber nicht an, die Empfehlung der Verwaltung für die neue Buchstabenkombination schon zu dieser Sitzung vorzulegen", so Egger. Geschaut werde müsse, welche Varianten verfügbar seien, zudem müsse die Zustimmung von Landes- und Bundesverkehrsministerium eingeholt werden. Klar sei, dass nach dem Kreistagsbeschluss mit Ausnahme von Neubrandenburg alle anderen Kombinationen durch das neue Nummernschild abgelöst würden.
Hintergrund ist eine bisher fehlende Bundesregelung zur Kennzeichen-Liberalisierung, die mehrere Varianten innerhalb eines Kreises zulassen müsste. Allerdings hatten der sich alte Kreistag in Neustrelitz und die Stadtvertretung in Waren in Empfehlungen für den Erhalt bestehender Kürzel ausgesprochen.
Während sich die Verwaltungsspitze der Seenplatte noch zurückhält, ist im Nachbarkreis Vorpommern-Greifswald Interims-Landrat Jörg Hasselmann bereits mit dem Vorschlag VG vorgeprescht. Allerdings wollen sich dort mehrere Städte zur Wehr setzen und ihre alten Kennzeichen zurückhaben. Sie folgen damit einer Empfehlung des Heilbronner Professors Ralf Bochert, der auch in Neubrandenburg und Waren die Einwohner zu ihren Wunschkennzeichen befragt hatte.
Dabei hatte sich stets eine große Mehrheit für den Erhalt bestehender oder die Wiedereinführung abgeschaffter Kennzeichen ausgesprochen. Das Kürzel MSP als nahe liegende Kombination für die Mecklenburgische Seenplatte ist ausgeschlossen, weil dieses Kennzeichen bereits an den Stoßstangen im Main-Spessart-Kreis befestigt wird.
Auf viel Gegenliebe stößt hinter Amtstüren dagegen die Kombination SEE. Allerdings wurde dieses Kennzeichen von 1991 bis 1994 im brandenburgischen Kreis Seelow benutzt. "Diese Variante ist derzeit noch nicht freigegeben", sagt Sprecherin Silke Egger.
Quelle: Nordkurier vom 27.09.2011




