Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Ausblick ist noch eine Woche möglich


Mirow. Wer in diesem Jahr noch einmal die 146 Stufen des Turms der Johanniterkirche auf der Mirower Schlossinsel hinaufsteigen möchte, um die schöne Aussicht zu genießen, sollte sich sputen:

 

Am 31. Oktober ist die Saison zu Ende und der Erlebniskirchturm des Vereinigung Kirchturm Mirow e. V. ist geschlossen. Bis dahin versehen noch die Türmer Gudrun Idell, Axel Kumm und Pierre Huget dort täglich von 10 bis 18 Uhr ihren Dienst und geben den Turmbesteigern interessante Tipps. So kann Pierre Huget zum Beispiel berichten, dass sich die Aussichtsplattform in 29 Metern Höhe befindet, während der Turm insgesamt stolze 41 Meter misst.

 

Für Christine Jamm, Leiterin des Johanniter-Museums und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereins, ist es jetzt an der Zeit, auf die Saison zurück zu blicken. So kann sie berichten, dass mit Unterstützung des Bürgerarbeiters Jörg Poltier, der für den Verein tätig ist, die Forschungsarbeiten am alten Treppenturm, der vom Dachboden des Kirchenschiffs in der Mauer hinunterführt, gut weitergekommen sind. In etwa drei Metern Höhe über dem Fußboden des Schiffs befand sich von dort der Durchgang zum Treppenturm, dort wurde jetzt der Putz abgenommen. "Es ist davon auszugehen, dass es sich um einen Treppenturm aus dem Mittelalter handelt, der während der barocken Umbauphase der Kirche im 18. Jahrhundert nicht mehr gebraucht und verschlossen wurde", berichtet Christine Jamm. Sie würde es sehr gern sehen, wenn der Durchgang wieder geöffnet wird, um mehr von der Geschichte des Gotteshauses präsentieren zu können. Das wünsche die Kirchgemeinde auch. Zunächst kann der Besucher einen Abstieg den Treppenturm hinunter mit Hilfe eines "Daumenkinos" unternehmen, das Christine Jamm anfertigte und das in der kommenden Saison im Johannitermuseum zu finden sein wird.

 

Dieses Museum soll zur nächsten Saison weiterentwickelt und modernisiert werden. "Wir installieren Multimedia-Technik, die die Besucher, die den Umgang mit dem Computer gewöhnt sind, anspricht. Schautafeln allein genügen heute nicht mehr", erklärt Christine Jamm.

Für die kommende Saison ist in enger Zusammenarbeit mit dem Freier Himmel e. V. geplant, eine Ausstellung über diese Aktionsgemeinschaft, die sich 2012 auflöst, zu gestalten. Einer der Aktiven des Freien Himmels ist Gerhard Schneider, der als Zeichner und Grafiker übrigens noch bis zum 31. Oktober mit einer Auswahl von Bildern aus seiner Hand im Erlebniskirchturm präsent ist.

 

Vereinsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Lippe erklärt, dass es dem Verein gelungen ist, die Entwicklung des Johannitermuseums, dessen Träger er ist, mit großem Schwung voranzutreiben. "Das ist uns durch die Erarbeitung des Förderprojektes ,Historischer Kulturtourismus - ein neues touristisches Netzwerk' möglich. Hauptbestandteil des Projektes ist die Erforschung der Geschichte des Johanniterordens im Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte Mirows." Dieses Projekt wiederum war die Grundlage dafür, dass der Verein Christine Jamm einstellen konnte. Sie ist Leiterin des Johannitermuseums und zugleich wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereinigung Kirchturm Mirow e.V. Christine Jamm, die in Greifswald Kunstgeschichte studierte, führt im Rahmen des Förderprojektes unter anderem die Umgestaltung des Johannitermuseums fort. In wenigen Tagen, wenn die Saison beendet ist, widmet sie sich vor allem der Forschung.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 24.10.2011




[nach oben] [Feedback] [drucken]