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Allee soll Dornröschenschlaf beenden
Drosedow. Seit etlichen Jahren sind die Kastanien und Linden an der Drosedower Schlossallee nicht mehr gepflegt worden. Die alte Pracht lässt sich nur noch erahnen. Das soll sich nun bald ändern.
Drosedow. Das Schloss in Drosedow ist schon längst wieder aus alter Lethargie erwacht. Seit Familie Heller das denkmalgeschützte Haus im Jahr 2000 für sich entdeckt hat und dort eine Pension betreibt, ist viel passiert auf dem Areal mit Park- und Gartenanlagen. Anders sieht es bei der Schlossallee davor aus, die eigentlich zum Gesamtensemble dazu gehört. Sie schlummert noch heute im Dornröschenschlaf dahin. Doch das soll sich bald ändern. „Wir sind in Hochstimmung“, sagt Christa Heller sichtlich erfreut. Denn nun steht fest, dass endlich mit der Sanierung der historischen Allee gestartet werden kann. Mit der Gemeinde sei eine Einigung gefunden worden. Die Allee bleibt in kommunalem Besitz, einen Teil der Kosten für die Erneuerung der Prachtstraße übernimmt Familie Heller. Und da würden so einige Arbeiten an
fallen, erzählen die Schlossbesitzer – Wildwuchs und alte Baumstümpfe entfernen, vorhandene Bäume beschneiden und fehlende neu pflanzen, nennen sie ein paar Beispiele. Die genaue Planung des Projekts liege in der Hand einer Neubrandenburger Landschaftsarchitektin. „Sie hat nun sozusagen grünes Licht von uns bekommen, so dass wir im Frühjahr dann mit der Sanierung loslegen können“, erklärt Christa Heller.
Dass der rund 450 Meter lange einspurige Weg, der abwechselnd von Kastanien und Linden gesäumt ist, wieder auf Vordermann gebracht wird, ist den Hellers wichtig. Immerhin ist der Drosedower Schlosspark im Rahmen der Gartenroute „GrünERleben“ eingebunden. „Die Allee gehört ganz einfach zum Gesamtambiente von Park und Garten dazu“, sagt Christa Heller. Zudem solle mit der Sanierung auch die Sichtachse auf das Schlossgebäude wieder hergestellt werden. Denn durch den Wildwuchs ist dieses längst nicht mehr durch das dichte Buschwerk zu erkennen. Auch das Eingangsportal zum Schlossvorplatz gilt es neu zu gestalten.
Wustrows Bürgermeister Heiko Kruse äußerte sich erfreut über das Vorhaben. „Angesicht der angespannten Haushaltslage haben wir die beste Lösung gefunden“, sagt er und erinnert daran, dass die Gemeinde keinen Cent in die Hand nehmen müsse. Den benötigten Eigenanteil, um Fördertöpfe zur touristischen Entwicklung anzuzapfen, bringe Familie Heller auf. Diese Gelder seien zweckgebunden und können nicht in andere Baumaßnahmen fließen, entgegnet der Bürgermeister auch der Kritik, dass andere wichtige Vorhaben, wie die Gehwegsanierung in Drosedow noch ausstehen.
Wenn am Ende die Schlossallee wieder in alter Pracht erstrahlt, soll das natürlich auch nach außen getragen werden. Eine Bewerbung zur „Allee des Jahres“ sei beispielsweise schon raus, erzählt Christa Heller stolz.
Quelle: Nordkurier vom 29.10.2011




