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Insulaner wieder per Auto erreichbar
Nach der in Zuständigkeit des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Eberswalde im Jahr 2003 komplett neu gebauten Schleusen-Fußgängerbrücke hat nun die Stadt Wesenberg mit der Mühlenbachbrücke nachgezogen. Bleibt die von den einheimischen „Panzerbrücke“ getaufte eiserne Straßen-Überführung über den Havel-Müritz-Kanal zu sanieren, die sicherlich anspruchsvollste der drei Aufgaben. Hier ist wieder die Eberswalder Behörde gefordert.
„Eine Bauwerksprüfung hat ergeben, dass die Mühlenbachbrücke erhebliche Mängel aufwies“, skizzierte Thomas Reggentin, Fachdienstleiter Bauen, Sicherheit und Ordnung im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte, die Ausgangssituation. Ausbesserungen hatten zu keiner dauerhaft befriedigenden Lösung geführt. Zunächst war die Überführung für Lkw gesperrt worden, während der viermonatigen Bauarbeiten war sie ganz dicht.
Erneuert wurden sowohl die Stahlträger als auch der Holzbelag und die Geländer. Dabei wurde das Äußere an die benachbarte Schleusenbrücke angeglichen, was dem Ortsbild in diesem Bereich sehr zugute kommt. Ende des Monats werden die Restarbeiten abgeschlossen sein. Auftragnehmer für das Objekt war das Neustrelitzer Bauunternehmen Groth.
Bereits jetzt gibt es wieder freie Fahrt über den Mühlenbach. Während der Arbeiten war in Absprache mit dem Wasserstraßenamt der Wasserdurchfluss zeitweise eingeschränkt worden. Rund 80 000 Euro hat das Bauwerk gekostet, das aus Mitteln des EU-Landwirtschaftsfonds hoch gefördert wurde. Neben der Kommune tragen auch die beiden Anlieger ihr Scherflein dazu bei.
Das „Hotel zum Löwen“ in seiner Insellage ist damit per Auto wieder erreichbar. „Viele potenzielle Gäste haben wegen der Sperrung umgedreht, wir selbst haben unsere Ware per Handwagen über unseren Ponton transportiert“, beschreibt Inhaber Olaf Töllner die letzten Monate. Er sei froh, dass zur Tourismus- Saison das Bauvorhaben abgeschlossen werden konnte. Allerdings werfen schon Arbeiten 2008/09 am Wehr nebenan ihre Schatten voraus. Töllner hoffe, dass die erforderlichen Rammarbeiten in die für sein Haus ohnehin gästearme Zeit fielen.
Quelle: Nordkurier vom 19.04.2008




