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Mirower Bibliothek jetzt im Familienzentrum
Mirow. „Ohne das Entgegenkommen des Familienzentrums würde es nach all den Jahrzehnten in einem Monat keine Bibliothek mehr in Mirow geben“, sagte gestern Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) bei der feierlichen Übergabe des neuen barrierefreien Eingangs und der neuen Bücherleihe des Familienzentrums.
In diesem Jahr war die Bibliothek mit 15.000 Euro Kosten im Haushalt aufgeführt, denen 500 Euro Einnahmen gegenüberstanden. Die Kosten hätte die Stadt nicht mehr zahlen können, so der Bürgermeister. In der neuen Heimstatt entstand übrigens keine Bibliothek, sondern eine Bücherleihe, vielleicht erhält diese auch noch die Bezeichnung Bücherstübchen, erzählte Manuela Gundlach vom Familienzentrum.
Auf ihre vertraute Bibliotheksassistentin – so lautet die Bezeichnung des Berufes, den Gudrun Rechlin erlernte – müssen die Mirower Leseratten nicht verzichten. Zumindest nicht, bis sie Ende kommenden Jahres in den Ruhestand geht. Seit April 1990 hat sie einen Teil ihres Arbeitsplatzes in der Bibliothek, mit der sie mehrere Male umziehen musste, vorletzter Standort war die Grundschule. Dass sie den Bücherfreunden immer treu blieb und bleibt – auch dafür bedankte sich Bürgermeister Karlo Schmettau gestern bei ihr.
Zu feierlichen Übergabe des Eingangsbereiches fanden sich gestern weitere Gäste ein. Unter ihnen der Stellvertretende Landrat Siegfried Konieczny (Linke), der den erkrankten Landrat Heiko Kärger (CDU) vertrat. Er hatte sich vorher über das Familienzentrum informiert und bezeichnete es als beispielgebend für den neuen Großkreis, wie in der Mirower Einrichtung die Generationen miteinander leben können. So äußerte sich auch Ulf Zerbel vom für den Bauzuständigen Planungsbüro Niemann, Schult & Partner GmbH Neustrelitz. „Dass so ein Familienzentrum so toll gelebt wird, habe ich noch nicht erlebt“, sagte er und übergab eine Spende vom Büro.
Nicht nur über den barrierefreien Eingang und die Bücherleihe freute sich Gabriele Haack, Vorsitzende des Familienzentrum Mirow e. V. Sie nannte ebenfalls die neue Küchenzeile, den neuen Sanitärtrakt und die Sitzecke. „Und noch vor einem Jahr stand hier der traurig anzusehende Zwischenbau aus den 70er Jahren mit ganz kaputtem Dach“, erinnerte Gabriele Haack. Und Karlo Schmettau ist angetan davon, dass „die Bücherleihe zu den Bürgern gegangen ist“.
Die Kosten für die Investitionen betrugen 150.000 Euro, 100.000 Euro dafür kamen aus dem Leader-Programm, 45.000 sind Eigenmittel des Familienzentrums, 5.000 Euro steuerte die Stadt bei.
Die Bücherleihe ist montags von 15 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
Quelle: Nordkurier vom 02.12.2011




