Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Bald keiner Bahnmehr zwischen Mirow und Neustrelitz


Mirow / Wesenberg. In zwei Jahren ist voraussichtlich Schluss mit dem Bahnverkehr zwischen Neustrelitz und Mirow, heißt es auf Nordkurier-Nachfrage beim Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung in Schwerin.

 

Keine andere Verbindung des Personennahverkehrs auf der Schiene in ganz Mecklenburg-Vorpommern sei so wenig gefragt wie die zwischen Neustrelitz und Mirow. Die Verkehrserhebung im vergangenen Jahr habe ergeben, dass außerhalb der Sommersaison im Durchschnitt täglich nur 76 Personen in einen der Züge auf der Linie steigen. Das seien durchschnittlich nur fünf Fahrgäste pro Zug. „Da ist es ökologisch und ökonomisch sinnvoller, einen Ersatzverkehr mit Bussen anzubieten“, heißt es weiter aus dem Ministerium. Denn für einen Zugkilometer zahle das Land im Schnitt mehr als fünfmal so viel wie für einen Buskilometer.


Ein weiterer Grund für die voraussichtliche Einstellung der Linie sei, dass die erheblichen Kostensteigerungen bei den Trassen- und Stationennutzungsentgelten durch den Bund nicht mehr ausgeglichen würden. Dadurch stünden für die Finanzierung des Nahverkehrs auf der Schiene im Land immer weniger Mittel zur Verfügung. Die Mittel, mit denen das Land den Nahverkehr bezahlt, steigen von 2009 bis 2012 um 10,3 Millionen Euro, die Kosten für den Schienennahverkehr wachsen aber im gleichen Zeitraum um 21,4 Millionen Euro. Das Ministerium plant, im Dialog mit allen Beteiligten im kommenden Jahr ein Konzept zur künftigen Gestaltung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs zu erarbeiten.


„Ich verstehe überhaupt nicht, warum in den vergangenen Wochen der Bahnübergang, auf dem die B 198 kurz vor dem Mirower Ortsschild den Bahnkörper quert, für 300000 Euro auf das modernste mit einem Riesenaufwand erneuert wurde. Für die Radfahrer entstand ein eigener Übergang. Und all das vor dem Hintergrund, dass dieLinie in zwei Jahren dicht gemacht wird“, kommentiert Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) die Nachricht.


Die voraussichtliche Einstellung des Zugverkehrs zwischen Neusrelitz und Mirow liegt in der Veranstwortung des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, die Sanierung des Bahnübergangs ist eine Maßnahme der Deutschen Bahn. Dort war gestern Abend niemand mehr zu einer Stellungnahme zu erreichen.

 

Quelle: Nordkurier vom 20.12.2011




[nach oben] [Feedback] [drucken]