Informationen
Neuigkeiten
Veranstaltungen
Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?
Wettervorhersage
Neuigkeiten im Archiv
Schlossverein will nach Charlottes „Spuren“ suchen
Mirow. Henry Tesch ist neuer Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Residenzschloss Mirow e. V. Während der Mitgliederversammlung des Vereins in der Alten Schlossbrauerei auf der Schlossinsel wurde er wie die weiteren sechs Mitglieder des Vorstands auch einstimmig gewählt.
Herzlich bedankten sich alle Mitglieder bei Sigrun Stahlschmidt, die zwölf Jahre als Vorsitzende arbeitete und jetzt weiterhin im Vorstand aktiv ist. „Es ist nicht so, dass ich Langeweile habe, aber ich kenne den Verein schon seit vielen Jahren. Und sein Anliegen reizt mich so sehr, dass ich gern mittun möchte“, sagte Henry Tesch. Besonders habe ihm die Zusammenarbeit mit dem Verein im zu Ende gehenden Jahr Freude bereitet. Weil Königin Charlotte vor 250 Jahren zur Königin gekrönt wurde, wurde es als Königin-Charlotte-Jahr begangen. Dabei arbeitete er als Kultusminister eng mit dem Schlossverein zusammen. Er betonte, dass er gern seine Verbindungen nach Schwerin und seine Tätigkeit als Vorsitzender der Stiftung Mecklenburg auch im Sinne des Vereins einsetzen werde.
Sigrun Stahlschmidt bedankte sich bei allen 80 Mitgliedern des Vereins für die gute Zusammenarbeit in ihrer Zeit als Vorsitzende. Es sei dem Verein mit gelungen, Wesentliches wie das „3 Königinnen Palais“ auf den Weg zu bringen. Sie freue sich darauf, dass sie in drei Jahren wieder durch das Schloss schreiten kann. Sie unterstrich, dass es notwendig sei, auch weiterhin die inhaltliche Arbeit nicht aus den Augen zu verlieren. So regte sie an, kurzfristig eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen – auch, um die immer schwieriger werdende Finanzierung des Festivals der Künste in Angriff zu nehmen.
Auf ein weiteres wichtiges Vorhaben des Vereins, das in Angriff genommen werden soll, wies Frank Pergande, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, hin. Dabei handelt es sich um eine bauhistorische Untersuchung des Unteren Schlosses, bei der geklärt werden soll, ob im Gebäude noch Teile erhalten sind aus der Zeit, in der die spätere Königin Charlotte dort geboren wurde. Diese Untersuchung koste 3.000 Euro, 400 Euro sind schon vorhabenden. Denn das Dramolette „God save the Queen“, in dem Frank Pergande eine Hauptrolle spielte, war ein großer Erfolg und habe die letztgenannte Summe erbracht. Wenn es gelinge nachzuweisen, dass so alte Gebäudeteile im Unteren Schloss erhalten sind, wäre das von riesigem Interesse für die Freunde des Verein in der Millionenstadt Charlotte (USA) und ebenfalls für England, wo Königin Charlotte residierte.
Quelle: Nordkurier vom 20.12.2011




