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Ortsumgehung Mirow soll verschoben werden
Mirow. „Wenn das stimmt, ist das eine Schweinerei, bei uns herrscht die helle Empörung“, kommentiert Marian Lopuszanski die Meldung, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CDU) sechs große Bauvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern, darunter die Ortsumgehung Mirow, auf einen Zeitpunkt nach 2015 verschoben hat.
Der Grund sei, so urteilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg, dass das Land viel zu wenige baureife Projekte in der Schublade habe. Marian Lopuszanski ist Sprecher der Bürgerinitiative Umgehungsstraße Mirow e. V., die seit mehr als einem Jahr regelmäßig für die zügige Realisierung der Umgehung auf die Straße geht, die B 198 ist während der Demonstrationen voll gesperrt. „Diese Verschiebung schlägt all unseren Bemühungen ins Gesicht, die Lebensbedingungen der Mirower, die unter dem massenhaften Lkw-Verkehr leiden, zu verbessern“, betont Marian Lopuszanski. Die Initiative hat den Landtagsabgeordneten Andreas Butzki (SPD) gebeten, einen Termin mit dem Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) in Mirow zu vereinbaren. Dann soll der Minister Rede und Antwort stehen, denn schließlich habe er die Sache mit den Bauplänen verschlafen, meint Marian Lopuszanski.
Von der Verschiebung der sechs großen Bauvorhaben habe er bisher nur aus dem Nordkurier erfahren, sagt Jens Krage, Leiter des Straßenbauamtes Neustrelitz. Auf dem Dienstweg seien noch keine Information erfolgt. Jens Krage befürchtet, das sich durch die Verschiebung der Projekte – dazu gehören ebenfalls die Ortsumgehungen von Neubrandenburg und Waren – die Defizite in der Infrastruktur im Südosten des Landes, wo sie deutschlandweit ohnehin schon die größten seien, weiter vergrößern. Das hätte negative Auswirkungen zum Beispiel auf die Fahrzeiten, die Pendler benötigen. Außerdem würde das Urlauber abschrecken, die in die Region wollen. Negative Wirkungen seien bis hin auf den demografischen Wandel zu verspüren.
Quelle: Nordkurier vom 22.12.2011




