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Kreisstraße bei Peetsch unter Wasser


Peetsch. Auf einem knapp 100 Meter langen Stück der Landesstraße MST 5 zwischen Peetsch und Mirow ist es nicht möglich, mit dem Auto zu fahren – wohl aber im Boot.

 

Diesen Spaß auf der „Wasserstraße“ machten sich Einwohner von Peetsch, obwohl sie es gar nicht lustig finden, dass ihre Verbindung nach Mirow seit dem Sommer regelmäßig überschwemmt ist, erklärt Gunnar Redmer und ergänzt: „Obwohl es in diesem Sommer sehr viel regnete, gab es über das Jahr nicht viel mehr Niederschläge als sonst. Wenn die Straße immer wieder absäuft, liegt das an den jetzt fehlenden Pappeln, die im September 2010 abgeholzt wurden. Die haben früher das Wasser immer verdunstet.“ Und Peter Heise berichtet, dass die Nässe vom benachbarten Acker einsickert, dessen Entwässerung gestört sei. Hinzu komme, dass die Fahrbahn tiefer liege als der Acker.


Um die „Wasserstraße“ herum wurde auf dem Radweg, der dazu mit aufgebrachtem Splitt verstärkt ist, eine Umgehung für Kraftfahrzeuge angelegt. Dadurch allerdings würden Kindern auf Fahrrädern gefährdet, weil auf dem Radweg Autos unterwegs sind, kritisiert Gunnar Redmer. Die Umfahrung ist für Kraftfahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen freigegeben, wurde auf Nordkurier-Nachfrage aus der Kreisverwaltung berichtet. Ergänzend hieß es, dass in den nächsten Tagen Ampeln aufgestellt werden, um den Verkehr auf dem Umgehungsdamm zu regulieren.


Was Gunnar Redmer, Roland Tuma und die anderen Peetscher, die sich an der „Wasserstraße“ versammelten, am meisten ärgert: „Die Sanierung der Kreisstraße war auf Platz vier der Prioritätenliste des Landkreises Mecklenburg-Strelitz festgehalten. Durch die Kreisgebietsreform ist alles wieder offen“, beklagt Peter Heise. Die Straße ist als vordringlich in den Investitionen vorgesehen, jedoch nicht für eien Ausbau vor 2014, hieß es dazu aus der Kreisverwaltung. Und weiter: Die Drainage soll dringend überprüft und gegebenenfalls repariert werden. Das sei bisher daran gescheitert, dass der Acker seit Langem unter Wasser stehe.


Über diese Zustände sind viele Einwohner von Peetsch wütend, betont Roland Tuma. Sie sammelten in eineinhalb Wochen dagegen rund 1500 Unterschriften, die sie dem Landrat demnächst übergeben wollen.

 

 

Quelle: Nordkurier vom 04.01.2012




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