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Amt arbeitet nach neuem System


Mirow / Wesenberg. Seit Januar arbeitet die Verwaltung des Amtes Mecklenburgische Klein- seenplatte nach dem so ge- nannten Doppik-System (Doppik ist ein Kunstwort, das den Begriff doppelte Buchführung abkürzt). Bereits seit dem 1. September arbeitet die Verwaltung in neuer Struktur. Welche Auswirkungen hat das auf die Bürger? Mit der Leitenden Verwaltungsbeamtin Karola Kahl sprach dazu das Nordkurier- Redaktionsmitglied Hartmut Nieswandt.

 

An der Doppik-Einführung wird schon seit rund drei Jahren gearbeitet, was ist der Grund der Strukturänderung?

Einerseits um Doppik vorzubereiten und andererseits, damit die Struktur dem neuen System, das an kaufmännisches Recht angepasst ist, entspricht.

 

Welches sind die wesentlichen Veränderungen?

Vorher hatten wir vier gleichberechtigte Fachdienste, jetzt sind die Fachbereiche Zentrale Dienste unter der Leitung von Manfred Schröder und Bürgerdienste, geleitet von Petra Mewes, die tragenden Säulen. Diesen Fachbereichen sind jeweils zwei Sachgebiete untergeordnet.

Haben diese Veränderungen Folgen für Bürger, die in der Verwaltung etwas erledigen wollen?

Die Aufgaben sind alle geblieben, möglicherweise hat der Bürger einen anderen Ansprechpartner. Aber die Bürger werden nach wie vor am Eingang empfangen und dann zu dem Kollegen geschickt, der für das jeweilige Anliegen zuständig ist. Und was ich ergänzen möchte: Umstrukturierungen sind auch geeignet, um Betriebsblindheit entgegen zu wirken.

 

Zu welchen Stellen kommen die meisten Einwohner?

Die Wohngeldstelle und die Meldestelle sind am häufigsten frequentiert. Und diese Stellen bleiben so wie sie sind. Wichtig ist ebenfalls die Bauverwaltung – da bleibt der Landkreis Genehmigungsbehörde, die Kommunen geben nach wie vor ihre Stellungnahmen dazu.

 

Im Zusammenhang mit der neuen Struktur: Wird es nach der Kreisgebietsreform zu einer Ämterreform und somit zu weiteren Veränderungen kommen?

Die Ämterreform wird es vermutlich auch geben. Weil die gegenwärtigen Strukturen zu klein sind für die vielfältigen Aufgaben. Wir haben für jedes Sachgebiet nur einen Mitarbeiter, wenn einer ausfällt, ist es sehr schwierig, ihn zu ersetzen. Wenn wir die Fusion der Ämter Mirow und Wesenberg im Jahr 2004 im Nachhinein betrachten, brachte sie Vorteile zum Beispiel durch die Bündelung der Kräfte. Die Verwaltung hatte 30 Mitarbeiter im Jahr 2004, jetzt sind es noch 22.

 

Bei all den Veränderungen, die Sie als Verwaltungsmitarbeiterin und -leiterin erfuhren, macht die Arbeit noch Spaß?


Ja, ich möchte nicht missen, was in den vergangen 20 Jahren alles passiert ist und erreicht wurde. Wenn ich zum Beispiel daran denke, wie wir im baufälligen Amtsgebäude unsere Arbeit aufnahmen…

 

 

Quelle: Nordkurier vom 03.01.2012




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