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Neue Amtswehrführerin stellt sich vor
Mirow. „Mein wichtigstes Ziel ist es, die Freiwilligen Feuerwehren an der Basis zu unterstützen, um die Ausbildung immer weiter zu qualifizieren.
Die Arbeit wird nicht einfacher, dendemografischen Faktor, das Altern der Gesellschaft spüren auch wir immer mehr“, erklärt Anke Krüger. Sie ist die neue Amtswehrführerin des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte, die dazu von den Wehrführern der amtsangehörigen Feuerwehren gewählt wurde.
Ein weiteres wichtiges Anliegen im Zusammenhang mit dem demografischen Faktor ist für sie, durch attraktiveren Sport junge Leute vom PC weg hin zur Feuerwehr zu locken. Denn das Ehrenamt erfahre heutzutage schlechtere und bequemere Ablenkung von allen Seiten. „Darum müssen wir Anreize schaffen, um die Jugend wieder ins Boot zu holen“, betont Anke Krüger.
Wie das funktioniert, weiß sie durch ihre Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr ihres Heimatdorfes Schwarz, in der sie seit 15 Jahren aktiv ist. Ungewöhnlich für die ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr ist, dass sie in einer zweiten Wehr Mitglied ist – seit zwei Jahren in der von Mirow. Vor kurzem arbeitete sie also noch über eine Kreisgrenze hinweg in zwei Wehren. In die Mirower ging sie auch, weil sie in der Stadt arbeitet. „Die Jugendwehren von Mirow und Schwarz üben zusammen, ebenso wie die von Priepert und Strasen, die noch Wustrow ins Boot holen wollen. Damit werden Zeichen gesetzt, denn die komplizierter werdende Arbeit der Feuerwehr darf nicht durchadministrative Grenzen bestimmt werden“, erläutert Anke Krüger ihre Sicht auf die zukünftige Arbeit, an deren Spitze sie in den kommenden Jahren in der Kleinseenplatte stehen wird.
Anke Krüger ist jetzt 40 Jahre jung, verheiratet und Mutter dreier Kinder. Sie absolvierte ein Studium zur Diplom-Betriebswirtin und arbeitet jetzt als Leiterin eines Versicherungsbüros in Mirow. Wie kam sie zur Feuerwehr? „Ich bin in Schwarz im falschenMoment auf eine Leiter gestiegen“, erzählt sie schmunzelnd: Als Anke Krüger 25 Jahre war, absolvierte die Schwarzer Feuerwehr am Kirchturm eine Übung, in die sie sich so „einbrachte“. Wehrführer Christian Stehlmann machte sie sofort zum „Quereinsteiger“ und wurde zu ihrem Feuerwehr-Ziehvater.
Jetzt, 15 Jahre später, ist sie Amtswehrfüherin. Gemeinsam auch mit ihrem Stellvertreter Gilbert Otto von der Prieperter Wehr liegt ihr am Herzen, dass die Leute, die ihnen die Zusammenarbeit zusicherten, das auch umsetzen. Damit die Wehren ebenfalls unter schwieriger werdenden Bedingungen die immer anspruchsvoller werdenden Aufgaben erfüllen können.
Quelle: Nordkurier vom 05.01.2012




