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Zum zehnten Mal Maibaum aufgestellt


Strasen. Es war ein Neu- und Altstrasener Bürger, der die Tradition des Maibaum-Aufstellens wieder in den Ort holte. In diesem Jahr jährt sich die Aktion zum zehnten Mal.

Helmut-Heinz Scholz ist als kleiner Junge 1949 in Strasen zur Schule gegangen. 1953 zog er mit seinen Eltern von Mecklenburg nach Baden-Württemberg und ist 1998 zurück nach Strasen gekommen. „So schließt sich ein Lebenskreis. Im Schwäbischen ist es ebenso wie in Mecklenburg Brauch, am 30. April einen geschmückten Baum auf dem Dorfplatz aufzustellen. Doch es gibt einen kleinen Unterschied, der Baum ist nicht eine Birke wie hier in Mecklenburg, sondern eine Fichte“, erklärt Helmut-Heinz Scholz. Egal, Hauptsache ein geschmückter Baum soll es sein, und so wählte man eine Fichte mit einer dichten Krone, die am letzten Apriltag aufgestellt wird. Darin waren sich Helmut-Heinz Scholz und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Strasen einig, und so zogen sie mit Lust und Elan auch in diesem Jahr am 18. April gemeinsam in den Wald um die reservierte Fichte „zu bergen“ und sie anschließend auf dem Dorfplatz von der Rinde zu befreien.
„Bis in die fünfziger Jahre wurde dieses Brauchtum (mit Birke) gepflegt“, weiß Siegfried Klein, der ehemalige Wehrführer in Strasen, zu berichten. „Damit es wieder ein richtiges Spektakel für Jung und Alt wird, dafür sorgen wir jedes Jahr“, meinte er.
Am 30. April um 18 Uhr geht‘s los, dann wird der Baum – der jedes Jahr vom Forstamt gespendet wird – auf dem Dorfplatz geschmückt und aufgestellt. Die Frauen in Strasen haben bis dahin einen Kranz und eine Girlande angefertigt, und Sponsoren des „Maibaumaufstellens“ haben die kleinen bunten Tafeln ihrer Firmen abgegeben. Denn diese werden ebenfalls am Baum angebracht.
Zum richtigen Rahmen einer solchen Jubiläumsveranstaltung gehören natürlich auch Gäste. „Wir haben uns die Freiwilligen Feuerwehren aus unserem Amtsbereich eingeladen“, erklärt Siegfried Klein weiter.

 

Quelle: Nordkurier vom 23.04.2008




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