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Sturmtief macht Mirower Forstleuten zu schaffen


Mirow. Das Handy der Mirower Forstamtsleiterin Angela Wilke klingelt. Ihre Kollegin, die Pelzkuhler Revierleiterin Maren Giering, ist dran und fragt, ob es sinnvoll ist, den Holzeinschlag fortzusetzen. Angela Wilke rät ab, das Sturmtief „Andrea“, Nachfolgerin des gerade abgezogenen Sturmtiefs „Ulli“, ist noch zu stark.

 

Die Gefahr, dass Mitarbeiter durch Windbruch verletzt werden, ist der Forstamtsleiterin zu groß. So muss eine sehr wichtige Winterarbeit, der Holzeinschlag, durch den ein Großteil der Erlöse realisiert werden, während des Sturmtiefs ruhen.


Wenn sich der Sturm gelegt hat, sei das Holzrücken im Bereich des Mirower Forstamtes trotz der großen Regenmengen nach wie vor gut möglich. „Der Regen kann auf unseren leichten Böden schnell versickern. Forstbereiche mit schweren Böden haben da schon Probleme“, erklärt Angela Wilke.


Leuten, die trotz des Windes Waldspaziergänge unternehmen wollen, rät Angela Wilke, Obacht zu geben, das Betreten geschieht auf eigen Gefahr. Der starke Wind könne nicht nur Äste abknicken, sondern auch solche, die beim Eisregen vom 23. Dezember 2010 abbrachen und noch nicht herunterstürzten, könnten zu Boden gehen. Diese Äste und Kronenteile – zumeistKiefern waren betroffen – seien inzwischen braun gefärbt und gut erkennbar.

Durch die milden Temperaturen der ersten Winterwochen bekommen die Bäume nicht die Winterruhe, die sie brauchen, es entsteht der Eindruck, dass sie sich bereits in „Startposition“ befinden, erklärt Angela Wilke und ergänzt: „Schäden sind aber noch nicht erkennbar. Weil es so viel regnet, assimilieren die Bäume weiter.“


Wäre es nicht möglich, das milde Wetter schon zurAufforstung zu nutzen? Darauf wurde die Forstamtsleiterin während ihrer Revierrundfahrt zum neuen Jahr angesprochen. Aber sie geht davon aus, dass noch Frost zu erwarten ist.


„Dann würden die frisch gesetzten Kiefern hochfrieren, weil sich der feuchte Boden bei Frost ausdehnt. Im Frühjahr ständen die Bäumchen locker im Boden und könnten bei Trockenheit absterben“, erläutert die Forstamtsleiterin. Darum werde jetzt noch nicht aufgeforstet, obwohl dasZeitfenster für die Aufforstung sehr klein wurde. Ursache, soAngela Wilke, sind die Klimaveränderungen, die zum Beispiel sehr trockene Frühjahre verursachen.

 

Quelle: Nordkurier vom 07.01.2012




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