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Peetscher "Wasserstraße" erregt Gemüter


Peetsch. Die Wasserstelle auf der Kreisstraße MST 5 zwischen Peetsch und Mirow erregt weiterhin die Gemüter.

 

Grund für die neuerliche Aufregung der betroffenen Bürger ist die Tatsache, dass nun auch schwere Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht nicht mehr die rund 150 Meter lange Wasserlache beziehungsweise die provisorische Umgehung über den Radweg passieren können. Die Laster, wie etwa die der Müllabfuhr, müssen über die Brücke bei Diemitz fahren. Da diese nur für Lkw bis 16 Tonnen zugelassen ist, sei der zuständige Entsorger SDL vom Landkreis informiert worden und habe eine Ausnahmegenehmigung von der Verkehrsbehörde in Neustrelitz bekommen, wie das Entsorgungsunternehmen auf Nordkurier-Nachfrage mitteilte.


Soweit so gut. Dass die Anwohner jenseits der Peetscher „Wasserstraße“ davon aber erst Kenntnis bekommen haben, nachdem sie sich selbst bei der SDL schlau gemacht hatten, kritisieren Gunnar Redmer und Roland Tuma aus Peetsch. „Es ist traurig, wie der Landkreis mit uns umgeht und nicht mit den Bürgern kommuniziert“, sagt Redmer. Zum einen habe die Frage im Raum gestanden, ob überhaupt der Müll abgeholt wird. Zum anderen seien natürlich auch die Anwohner von der Sperrung für Lkw betroffen, macht Redmer zum Beispiel auf Heizöl-Bestellungen oder Lkw-Fahrten von Firmen aufmerksam. Für jede einzelne Lkw-Fahrt müsse nun eine Woche im Vorfeld über das Wasserschifffahrtsamt als Baulastträger der Diemitzer Brücke sowie über die Neustrelitzer Verkehrsbehörde eine Ausnahmeregelung erwirkt werden, wie Roland Tuma erklärt.


Für die Kritik habe man beim Landkreis ein Stück weit Verständnis und bitte um Entschuldigung, sagt Pressesprecherin Haidrun Pergande. Für den Hinweis, dass die Bürger noch nicht offiziell informiert wurden, danke der Landkreis. So solle an den Umleitungsschildern nun auch die Beschränkung für Lkw kenntlich gemacht werden. Haidrun Pergande wies auch noch mal darauf hin, dass in der Tat für Lkw, die mit einer Last von mehr als 16 Tonnen Peetsch ansteuern wollen, die Verkehrsbehörde der Stadt Neustrelitz kontaktiert werden muss.

 

Mirow.Der Bau- und Umweltausschuss des Kreistags Mecklenburgische Seenplatte hat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend „Dampf gemacht“ für den dringend notwendige Neubau auf der Kreisstraße zwischen Peetsch und Mirow. Er beschloss, die Verwaltung zu beauftragen, die Straßen-Neubaumaßnahme so schnell wie möglich zu realisieren. Wenn möglich, solle das noch in diesem Jahr geschehen. In Vorbereitung der Sitzung hatten unter anderemMirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) und sein Stellvertreter Peter Heise (SPD) –beide sind auch Kreistagsmitglieder – die Ausschussmitglieder für das Straßenproblem sensibilisiert.


In der Sitzung war auch auf ein anderes Problem aufmerksam gemacht worden. Hinterfragt wurde, ob Grundstückseigentümer der anliegenden Ackerflächen dafür sorgten, dass das auf ihren Flächen anfallende Oberflächenwasser abgeleitet wird. Möglicherweise haben Grundstückseigentümer ihre Drainagen nicht intakt gehalten, so eine Vermutung. Der Straßenabschnitt ist überschwemmt, wegen des schlechtenStraßenzustands musste schon der Schulbus umgeleitet werden. Schwere Fahrzeuge können auch nicht auf dem ausgewiesenen „Notweg“ nach Peetsch gelangen. Auch für Rettungsfahrzeuge stellt sich die Situation schwierig dar. Wie Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau gestern sagte, ist am Montag wegen des Straßenproblems ein Gespräch bei Landrat Heiko Kärger vorgesehen.

 

Für den 28.Januar haben die Peetscher eine Demo angesetzt, zu der sie auch Kreistagsabgeordnete aus den demokratischen Parteien eingeladen haben.

 

Quelle: Nordkurier vom 14.01.2012




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