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Feuerteufel auf Diät gesetzt
Mirow. Der Schutz der Wälder vor Feuer findet nicht nur dann statt, wenn die sengende Sonne dieLandschaft austrocknen lässt.
Darum wird bereits jetzt Vorsorge im Bereich des Forstamtes Mirow getroffen. „Forstwirte tellern die Wundstreifen zwischen den Baumbeständen und beräumen die Streifen von herabgefallenen Ästen, damit Feuer dort die Nahrung entzogen wird“, berichtet Forstamtsleiterin Angela Wilke. Auch werden die Löschwasser-Entnahmestellen und deren Zufahrten in Ordnung gebracht, in diesem Jahr zum Beispiel im Revier Pelzkuhl.
Wichtigste Arbeit im Winter ist aber der Holzeinschlag, der einen Großteil der Einnahmen erbringt, erläutert Angela Wilke. Für dieses Jahr ist geplant, 43.900 Festmeter Holz zu machen. 35.000 Festmeter macht die Kiefer als Hauptbaum im Forstamtsgebiet aus. 22.000 Festmeter werden mit Harvestern (Vollerntemaschinen) geschlagen und passgerecht für die Weiterverarbeitung vorbereitet, knapp 22.000 Festmeter gewinnen die Forstwirte
des Forstamtes, nennt die Leiterin einige Zahlen.
Daneben ist die Vorbereitung der Aufforstung gegenwärtig eine wichtige Aufgabe. „Das Zeitfenster dafür ist klein und wird durch den Klimawandel noch kleiner – zum Beispiel durch extrem trockene Frühjahre“, erklärt Angela Wilke. Darum müssen die vorgesehenen Flächen von stärkerem Reisig beräumt und gepflügt sein, damit die Aufforstung zügig erledigt werden kann, sagt die Forstamtsleiterin. In diesem Jahr sollen auf einer Fläche von 55,3 Hektar Setzlinge in den Boden, 39,1 Hektar davon werden standortbedingt mit der Kiefer aufgeforstet (70,6 Prozent).
Außerdem soll der Waldumbau weitergehen, um – wo es entsprechend der Voraussetzungen möglich ist – von Kiefern-Monokulturen wegzukommen. Dazu wird zum Beispiel Buche unteralten Kiefern gepflanzt oder gesät. Die Aufforstung erfolgt durch die 28 Forstwirte des Forstamtes in allen sieben Revieren. Zu den wirtschaftlichen Aufgaben im Bereich des Forstamtes zählt ebenfalls die Pflege der aufwachsenden Kulturen, ergänzt Angela Wilke.
Quelle: Nordkurier vom 21.01.2012




