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Alte Schule in Wustrow wiederbelebt


Wustrow. Noch trägt das Gebäude mangels originellerer Namensidee den sperrigen Titel Bürgerbegegnungsstätte.

 

Das schmälert die Freude der Wustrower über ihren neuen Treffpunkt aber nicht. Ein frisch renovierter Raum im ehemaligen Schulgebäude, in dem das Begegnungszentrum am Sonnabend eröffnet wurde, war schon fast überfüllt. „Wir hatten mit höchstens 40 Gästen gerechnet, nun sind es mindestens 50, darüber freue ich mich“, sagte Bürgermeister Heiko Kruse.


Seit 2008 wird der einstige Schulkomplex „reaktiviert“, informierte Heiko Kruse. Zuvor standen Haupt- und Nebengebäude neun Jahre lang weitgehend leer, waren „dem Verfall preisgegeben“. Mit dem Einzug der Heimatstube vor drei Jahren kehrte erstmals wieder Leben in das 1946 errichtete Gemäuer. Es folgten der Karnevalverein, der Jugendklub, die Töpfergemeinschaft und die Segelgruppe, die jeweils einen oder mehrere Räume nutzen und pflegen. Zuletzt wurden ein Raum mit Küche für Feste und andere Veranstaltungen renoviert und ein anderer als Gemeindebüro hergerichtet. Das soll aber nicht der Schlussstrich sein. Das Gebäude bietet Platz für viel mehr Aktivitäten. Zusätzlich zum vorhandenen Jugendklub soll noch in diesem Jahr ein Treffpunkt für „jüngere Jugendliche“ eröffnet werden, für 10- bis 16-Jährige, kündigt der Bürgermeister an. Deren Betreuung soll ein Bürgerarbeiter übernehmen.


„Wir machen ganz viel in Eigenleistung“, erklärte Heiko Kruse die Finanzierungs-Strategie der Gemeinde. Für alle bisher erfolgten Umbau- und Renovierungsarbeiten habe die Gemeinde 30.000Euro ausgegeben, inklusive Erneuerung der Heizungsanlage und der Elektrik. Die Summe wäre ungleich höher, wenn sich nicht Einwohner ehrenamtlich einbrächten. Fürs Malern, Putzen und Einrichten des Feierraumes zum Beispiel hat die Gemeinde die Materialkosten übernommen, während Mitglieder des Fördervereins für Jugend- und Heimatfreunde die Arbeiten ausführten. Die Küche sponserte das Unternehmen Küchenideen Arndt aus Neustrelitz.


Wer den neuen Feierraum nutzen möchte, kann sich bei Bürgermeister Heiko Kruse melden. Freuen würde sich das Gemeindeoberhaupt auch über Vorschläge, wie die Begegnungsstätte heißen soll. „Nur ein Name fehlt noch“, sagte er, „vielleicht ein geschichtsträchtiger, einer, der ein Markenzeichen wird.“

 

Quelle: Nordkurier vom 23.01.2012




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