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Hunderte bei Protestaktion in Peetsch


Peetsch. Zumindest für ein größeres Teilstück, inklusive des gefluteten Abschnitts, der Straße zwischen Peetsch und Mirow könnte 2012 der grundhafte Ausbau erfolgen.

 

Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Sonnabendnachmittag zwischen Vertretern von Politik und Verwaltung des Landkreises sowie vom „Aktionsbündnis Kreisstraße MST 5“. Dass nicht die komplette, rund 2100 Meter lange Strecke saniert werden kann, liegt an einem anderen Verkehrsprojekt, das schon seit Jahren für Diskussionsstoff sorgt: die Mirower Umgehungsstraße.


Vor der Gesprächsrunde hatten sich rund 300 Bürger zu einer Demonstration eingefunden. Mit einem Protestmarsch, der von Peetsch bis zur gefrorenen Wasserlache auf der MST 5 führte, machten die betroffenen Bürger auf ihre Situation aufmerksam. Es sei wichtig zu erfahren, wie es mit der kompletten Kreisstraße weitergehe. Denn die befinde sich in Gänze in einem erbärmlichen Zustand, unterstrich Gunnar Redmer vom Aktionsbündnis bei der Kundgebung an der überfluteten Stelle. „Die Politik ist zum Handeln aufgefordert“, so Redmer unter dem Applaus der Demonstranten. Dass in Peetsch „Gefahr in Verzug“ und damit Handlungsbedarf bestehe, darüber sei man sich fraktionsübergreifend einig, betonten Vertreter aller demokratischen Parteien bei der Kundgebung.


Daher solle die Sanierung eines Straßenabschnitts in diesem Jahr ermöglicht werden, hieß es anschließend in einer kleineren Gesprächsrunde mit dem Aktionsbündnis. Da seit Freitagabend jedoch bekannt sei, dass das zuständige Planungsbüro für die Mirower Umgehungsstraße im April das Bauvorhaben beim Bund verteidigen wird, könne nicht die komplette Strecke von Mirow bis nach Peetsch geplant werden, erklärte Annette Siebert vom Tiefbauamt des Landkreises. Das Bundesverkehrsministerium hatte bekanntlich die Ortsumgehung Mirow auf einen Zeitpunkt nach 2015 verschoben. Sollte nun doch ein baldiger Bau der Umgehung erfolgen, so würden damit knapp 600 Meter der Peetscher Straße in die Verantwortung des Bundes fallen. „Wir müssten uns dann den Vorwurf der Verschwendung von Steuergeldern anhören müssen und würden richtig Ärger bekommen“, so Siebert. Denn die Planungen sehen hier eine Brücke über die Umgehungsstraße vor.


Für rund 700 Meter ab dem Ortsausgang Peetsch könne jedoch die grundhafte Sanierung noch in diesem Jahr beginnen, hieß es. Auch wenn bisher noch zu klären sei, wo das Geld für die Maßnahme herkommen soll. Unter den gegeben Umstände zeigte sich Gunnar Redmer vom Aktionsbündnis mit dem Ergebnis zufrieden.

 

Quelle: Nordkurier vom 30.01.2012




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