Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Erinnerung an früheren Forstmeister


Mirow. Eine Blechkarawane schob sich gestern Vormittag vom Hof des Mirower Forstamtes in Richtung Userin.

Alle Autos hatten das gleiche Ziel, nämlich das Aboretum „Erbsland“ bei Granzow, in dem um 1780 Anbauversuche mit ausländischen Baumarten vorgenommen wurden. Die Ergebnisse sind noch heute sichtbar. Bei bestem Pflanzwetter sollten hier anlässlich des Tages des Baumes nicht nur der Baum des Jahres 2008, die Walnuss, gepflanzt werden, sondern auch die Bäume der Vorjahre. Aber es gab noch einen weiteren Grund, dass sich so viele Menschen auf den Weg gemacht hatten: Mit der Pflanzung eines Urwaldmammutbaumes, den der Naturschutzbund (NABU) zur Verfügung stellte, wurde an den früheren Forstmeister Otto-Heinrich Curschmann, der am Lärzer Ausbau wohnte und in der Region nachhaltig wirkte, erinnert. Bei der Zeremonie waren auch drei seiner fünf Söhne anwesend. Otto- Heinrich Curschmann hätte am 30. April dieses Jahres seinen 100. Geburtstag gefeiert.
„Er hat Spuren hinterlassen“, würdigten mehrere Redner sein Tun. „Nach politischen Querelen verschlug es Curschmann 1954 nach Mirow, wo er im Staatlichen Forstbetrieb die Funktion des Waldbauleiters übernahm. Eine Funktion, die ihm mit seinem ausgeprägten waldkundlichen Interessen auf den Leib geschneidert schien und die er bis 1970 mit großem Engagement ausübte. Für das Gedankengut der ,Naturgemäßen Waldwirtschaft‘ später der ,Vorratspfleglichen Waldwirtschaft‘ setzte Curschmann sich mit überzeugenden Worten, schriftlichen Äußerungen in der Fachpresse und Entscheidungen für die Mirower Reviere mit ganzer Kraft ein“, so ein Auszug aus der Laudatio, die der ehemalige Forstamtsleiter von Lüttenhagen, Klaus Borrmann, verlas.
Das übrigens war angesichts des herunterprasselnden Regens und der sich in Wohlgefallen auflösenden Zettel eine besondere Herausforderung für alle Vortragenden und auch die Zuhörer. Doch selbst die Kleinsten bewiesen Durchhaltevermögen: Die Vorschulkinder der Kita „Seepferdchen“ hatten sogar ein Programm vorbereitet. Mit einem Korb voller Süßigkeiten wurden sie von ihrer Patenbrigade, dem Mirower Forstamt, belohnt.

 

Quelle: Nordkurier vom 26.04.2008
 




[nach oben] [Feedback] [drucken]