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Neues Projekt soll neue Jobs schaffen


Wesenberg / Mirow.Roberto von Lipinski, Tischler und Landwirt, und Uwe Schulmeister, Schuhmacher, stehen in der Werkstatt der IPSE in Wesenberg und bringen Bänke auf Vordermann.

 

Diese Bänke gehören genauso an Rad- und Wanderwege rings um die Woblitzstadt wie Tische, Bänke und Schutzhütten. Die beiden Männer haben in ihren ehemaligen Berufen keine Arbeit und sind darum seit dem Januar dieses Jahres Teilnehmer am neuen Bürgerarbeiter-Projekt. „Die Arbeit macht Spaß und man hat wenigsten was Sinnvolles zu tun“, sagt Uwe Schulmeister, der die Teilnahme am Bürgerarbeiter-Projekt, die ein Jahr dauert, auch als Chance auffasst, wieder in reguläre Arbeit zu kommen. Roberto von Lipinski sieht das noch skeptischer, auf jeden Fall ist er froh, dass es erst einmal weiter geht für ein Jahr.


Betreut werden sie und Sandro Schwerdtfeger und Burkhard Müller in Mirow von Ines Lichterfeld, Leiterin des Standortes Wesenberg/ Mirow der IPSE. „Wir arbeiten mit den Bürgermeistern Helmut Hamp aus Wesenberg und Karlo Schmettau aus Mirow sowie ebenso mit Harry Frank vom Amt Kleinseenplatte zusammen, so dass wir den Männern immer nützliche Arbeit geben können“, berichtet Ines Lichterfeld. So erledigen sie jetzt Handwerksarbeiten in der Werkstatt, zum Beispiel Landschaftsgestaltung und Ortsverschönerungenstehen außerdem auf dem Programm. „Jede Arbeit hat Sinn, darauf achten wir immer. Sie werden gut angeleitet, damit keine Fehler passieren – und die Männer lernen etwas was dabei. Wenn die beiden weiter so arbeiten, werden sie nicht wenig schaffen“, ist Ines Lichterfeld zuversichtlich bereits sechs Wochen, nachdem das Bürgerarbeitsprojekt angelaufen ist.


Insgesamt existieren im Altkreis Mecklenburg-Strelitz 105 Bürgerarbeitsstellen, 98 sind bereits besetzt, sieben und hoffentlich vier Reserveplätze kommen noch hinzu, berichtet Gerd Breest, Geschäftsführer der IPSE Neustrelitz. 45 Bürgerarbeiter sind zurzeit direkt bei der IPSE angestellt, die anderen über Dritte wie die AWO, die Diakonie, den Landfrauenverband oder den Arbeitslosenverband. Die Tätigkeiten, die die Bürgerarbeiter erledigen dürfen, müssen gemeinnützig, zusätzlich und wettbewerbsneutral sein, das wird geprüft, erläutert Gerd Breest.
„Bei den Teilnehmern handelt es sich um Langzeitarbeitslose, die im Vorfeld mindestens sechs Monate lang bei der Bildungszentrum für Marktwirtschaft und Datenverarbeitung GmbH Neustrelitz auf die Arbeit vorbereitet werden“, erklärt Jens-Olaf Wierz, Mitarbeiter im Projekt Bürgerarbeit. Diese Vorbereitung sei notwendig, weil die Bürgerarbeiter-Kandidaten oft jahrelang aus Arbeit und regelmäßigem Tageslauf heraus sind, betont Gerd Breest. Er ergänzt, dass das oberste Ziel der dreijährigen Maßnahme ist, die Teilnehmer wieder in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu bringen.

 

Quelle: Nordkurier vom 15.02.2012




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