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Erste Sitzung im neuen Amtsgebäude
Ging es doch vor allen Dingen um die Umwandlung der Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) Mirow GmbH & Co KG zur Wohnungsbaugesellschaft Mirow GmbH. Und da Roggentin knapp zehn Prozent Anteile an der Wobau hat, waren auch die Vertreter der Gemeinde geladen.
Wenngleich die Abgeordneten nach all den Jahren erstmals in sehr erfreulicher Umgebung tagen konnten – was von allen Seiten gelobt wurde –, hieß das nicht, dass nicht so heftig diskutiert und gestritten wurde wie früher. Es bedurfte sogar zweier Auszeiten, weil die Vertreter in der Diskussion nicht auf ein Ergebnis kamen.
So im Fall des Wobau-Geschäftsführervertrags. Der Geschäftsführer wird seit 2006 nach einem neuen Tarif bezahlt. In der Auszeit wurde gemunkelt, dass er 1500 Euro pro Monat mehr erhält – ohne dass die Stadtvertreter davon wussten. Was ist dran? „Nichts. 2006 ist der BAT Ost ausgelaufen, es wurde der Anschlusstarif wirksam. Auch an den 1500 Euro ist nichts dran“, sagte Mirows Bürgermeister Norbert Pape (CDU) auf Nordkurier-Nachfrage. In der Auszeit wurde nach Auffassung der Verhandelnden eine Formulierung zum Thema Tarif gefunden, die für den Geschäftsführervertrag exakt sei.
Nach ausführlicher Diskussion zum Thema Umwandlung der Wobau wurde diese dann in Einzelschritten mehrheitlich von den Abgeordneten beschlossen. Drei Rechtsanwälte, die mit der rechtlichen Seite des Themas beschäftigt sind, brachten Licht in das Dunkel so manches Paragraphen und vieler Formulierungen, die in ihrem „Amtschinesisch“ für den Laien bisweilen schwer zu verstehen wären.
Worin liegen die Vorteile der Wobau-Umwandlung, die ja erst einmal richtig Geld kostet? „Sie bringt für die Kommunalpolitiker mehr Transparenz, so dass die Stadt- und Gemeindeverteter besser verstehen, was alles abläuft in der Gesellschaft“, erklärte Norbert Pape. Außerdem gebe es auf Dauer Kosteneinsparungen, da es nur noch einen Jahresabschluss gebe. Bisher seien es zwei – einer für die Verwaltungs GmbH und einer für die Co KG. „Die Umwandlung heißt also auf eine ganz einfache Formel gebracht: Aus zwei mach eins“, erläuterte der Mirower Bürgermeister.
Quelle: Nordkurier vom 22.05.2008




