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Stilles Örtchen mit Raffinessen


Granzin. Vorbei die Zeit, als sich die Wasserwanderer an der Boots-Umtragestelle bei Granzin im Müritz-Nationalpark in die Büsche schlagen mussten.

Ende dieses Monats soll hier an der Wasserwanderstrecke „Obere Havel“ eine moderne Toilette gebaut werden. Das teilte das Nationalparkamt in Hohenzieritz mit. Die Stätte wird in Zukunft saisonal zwischen April und Oktober geöffnet sein.
Das Besondere an dem neuen Abort ist, dass er ohne zentralen Abwasseranschluss auskommt und dennoch den hygienischen Anforderungen entspricht, berichtete Pressesprecher Hendrik Fulda. Unterhalb der neuen Toilette befinden sich zwei getrennte Sammeltanks im Boden, die die Fäkalien getrennt sortieren. Dadurch werden Gerüche verhindert, und es wird Abwasser gespart. Für den weiteren Komfort gibt es noch eine Lüftungsanlage und eine Lichtkuppel für ausreichende Lichtverhältnisse im stillen Örtchen.
Leider kam es in den letzten Jahren immer wieder vor, dass Paddler sich in den Büschen des Uferbereichs erleichtert haben. Eine Komposttoilette, die in der Vergangenheit aufgestellt war, entsprach nicht den hygienischen Anforderungen vieler Touristen. Lästige Gerüche schreckten ab. Durchschnittlich kommen im Sommer täglich 50 Paddler an der Umtragestelle vorbei, die von der Investition profitieren werden. In touristischen Spitzenzeiten, wie zu Pfingsten, halten sich hier jeden Tag noch viel mehr Wasserwanderer auf, hieß es.
An der Umtragestrecke müssen die Wasserwanderer auf einer Länge von zirka 700 Metern die Havel verlassen, da der Fluss in diesem Bereich nicht befahrbar ist. Die Kanus werden auf einer umgebauten Lorenbahn transportiert.

 

Quelle: Nordkurier vom 21.06.2008 




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