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Schlossverein zeigt sich enttäuscht
Und damit verbunden ist leider auch eine große Enttäuschung, wie Sigrun Stahlschmidt, Vorsitzende des ausrichtenden Residenzschloss Mirow e. V. berichtet. Denn eigentlich ist die Erwähnung des Residenzschlosses entgegen anderer Vorstellungen auch in diesem Jahr im Titel des Festivals eigentlich überflüssig. „Der Verein hatte im vorigen Jahr eine Anfrage an das Land gemacht, danach gab es die Aussage, dass wir in diesem Jahr den Festsaal für das Festival nutzen könnten. Aber wir erhielten eine enttäuschende Antwort“, bedauert Sigrun Stahlschmidt.
Auf Nordkurier-Nachfrage erklärt Heike Kramer, Dezernatsleiterin Schlösser und Gärten des zuständigen Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL-MV): „Das Bauliche im Festsaal ist bis zum September gut zu schaffen. Unabhängig davon bestehen aber sicherheitsrechtliche Bedenken, da ein zweiter Fluchtweg fehlt und das Schloss weiterhin eine Baustelle ist.“ Das provisorische Geländer bleibe wegen der Bauarbeiten ebenso weiterhin bestehen wie die festgekeilten Stufen über den Originalstufen zum Festsaal, der sich im ersten Stock befindet. Auch die Brandmeldeanlagen seien im September noch nicht montiert, da nach wie vor gebaut werde. Im August sei eine Veranstaltung mit den drei auf der Schlossinsel aktiven Vereinen, die Heike Kramer als Multiplikatoren bezeichnet, geplant. „Wir wollen ihnen Informationen zum Baugeschehen aus erster Hand geben“, betont die Dezernatsleiterin. Wann die Bauarbeiten endgültig abgeschlossen werden können, könne Heike Kramer aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Ich verstehe die Ungeduld, warten die Mirower doch schon seit 13 Jahren auf die Fertigstellung des Schlosses. Aber wir wollen das in Ruhe und solide zu Ende bringen“, erklärt die Dezernatsleiterin.
Der Internationale Königin Sophie Charlotte Wettbewerb für Violine und der Meisterkursus für Violine, beides ist Bestandteil des Festivals, sind schon eine Weile in der Vorbereitung. Die Wettbewerbsaufrufe wurden an nationale und internationale Hochschulen geschickt. Schirmherr ist wie im vergangenen Jahr auch Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU). Sponsoren für Festival, Wettbewerb und Kursus wurden bereits gefunden. „Aber wir sind dringend darauf angewiesen, weitere zu finden“, betont Sigrun Stahlschmidt. Wer sich darüber informieren und das internationale Kulturereignis unterstützen möchte, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 039833 20954 im Büro des Residenzschlossvereins zu melden.
Quelle: Nordkurier vom 03.07.2008




