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Jeep-Fans kaufen Waldaktien
Ursache war, dass noch bis heute das erste „Euro Camp Jeep“ im Land Fleesensee in Göhren-Lebbin stattfindet. 660 Jeeps aus ganz Europa und ihre Fahrer und Mitfahrer sind dabei. Und weil dieses Camp die erste CO2-neutrale Großveranstaltung des Landes ist, tragen die Teilnehmer dazu bei, dass ein rund vier Hektar großer Teil der Zirtower Wiese im Herbst mit Erlen und Eichen aufgeforstet werden kann. Dazu dienen die Erlöse aus den Waldaktien, von denen die Teilnehmer des Camps einen großen Teil kaufen. 1000 bis 1300, hofft Sven Wehden, Revierförster von Peetsch, wozu auch das Zirtower Gebiet gehört.
Alle 660 Camp-Teilnehmer fuhren – wenn sie es gefunden haben – zur Zirtower Wiese. Nach einem kleinen Fußmarsch kamen sie an eine Station, an der sie ihre Transponder (ein Funk-Kommunikationsgerät, das eingehende Signale aufnimmt) eingaben – pro Eingabe kauften sie jeweils eine Waldaktie im Wert von zehn Euro. Von der Station aus konnten sie einen Blick auf die Zirtower Wiese werfen, die einmal Teil eines Sees war und trocken gelegt wurde. Darum eignet sich das Areal gut für die Bepflanzung mit Erlen und Eichen, erklärt Sven Wehden.
Die Waldaktien, deren Erlöse der Aufforstung und damit dem Binden von Kohlendioxyd dienen, hält Angela Wilke, Leiterin des Forstamtes Mirow, zu dem das Peetscher Revier gehört, für eine sehr gute Idee. Denn diese Aktien sind nicht nur etwas für Urlauber, sondern auch für Einheimische. „Jeder kann solche Aktien erwerben und sogar die Bäume selbst pflanzen. Und noch Jahre danach immer wieder nach ,seinen‘ Bäumen sehen – so wächst eine innere Beziehung zu den Bäumen, zum Wald und zur Natur überhaupt“, erklärt Angela Wilke.
Quelle: Nordkurier vom 08.07.2008




