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Gleich zwei Kalender auf „einen Schlag“
Und nun habe ich gleich zwei herausgegeben“, berichtet die Fotografin und Werbedesignerin Kerstin Zegenhagen aus Peetsch, die dann doch den notwendigen Mut fasste. „Stille“ und „Mirow – Mecklenburgische Seenplatte“ sind die Titel der beiden Kalender für das kommende Jahr.
„Stille ist das Motto, wenn es um das Bombodrom geht“, betont Kerstin Zegenhagen, die sich seit Jahren mit vielen anderen dafür engagiert, dass der Bombenabwurfplatz nicht in Betrieb genommen wird. So finden sich in ihrem „Stille“-Kalender Motive wieder, die auch in ihrer Ausstellung in der Mirower Johanniterkirche mit dem Titel „Stille – kein Bombodrom! Hier nicht und nirgendwo!“ eine Rolle spielen. So etwa ein einsames Segelboot auf einem großen See. Der Kalender „Mirow“ zeigt vor allem Motive von der Schlossinsel wie zum Beispiel Torhaus, Schloss und Johanniterkirche in schönem Licht zu den verschiedenen Jahreszeiten.
Dass Kerstin Zegenhagen die beiden Kalender herausgab, ist sicher auch ein Zeichen dafür, dass es wirtschaftlich für sie besser läuft. Denn es ist hierzulande nicht so leicht, als Fotografin und Werbedesignerin seine Brötchen zu verdienen, erzählt sie und ergänzt: „Man ist immer am suchen, aber mittlerweile kommen Auftraggeber schon selbst. Es gibt viele Nachfragen, nicht nur von hier, auch aus weiter entfernten Orten“, freut sich die Peetscherin. Dass man sie besser kennt, dazu trug auch der neue und neu gestaltete Gemeindebrief der Kirchgemeinden des Gebietes Mirow-Wesenberg bei.
Bei Märkten ist sie mit ihren Bildern häufiger vertreten als früher. „Sonst sah ich Fotos immer als sozusagen leicht verderbliche Ware auf Ausstellungen an. Und als die Kinder noch kleiner warfen, konnte ich ja auch nicht so oft weg von Zuhause“, erinnert sich Kerstin Zegenhagen. Trotzdem bleibt die wirtschaftliche Situation nach wie vor angespannt. Man muss halt bescheiden leben, sagt die Peetscherin dazu und betont, dass ihr die Arbeit trotzdem Spaß macht und sie sich auch heute nicht vorstellen könnte, etwas anderes zu machen.
Diese Ausstellung ist noch bis Saisonende, täglich 10 bis 18 Uhr, zu sehen. Die Kalender sind in Mirow in vielen Geschäften zu haben, in Neustrelitz gibt es sie im Buchladen „Die Atempause“.
Quelle: Nordkurier vom 08.07.2008




