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Forscherkita aus Neugier heraus geboren
Die Kindertagesstätte hat sich nämlich zur Forscherkita erklärt. In mehreren Projekten über das Jahr verteilt werden jeweils ein bis zwei Experimentiertage eingelegt. Dann wird genau untersucht, auf welche Weise Schnecken ihre Nahrung vertilgen, wieviel Schmutzpartikel sich im Schnee befinden oder auch nach welchem Prinzip eine Waage funktioniert.
„Die Idee der Forscherkita ist aus der Neugier der Kinder heraus entstanden“, berichtet Kita-Leiterin Marlies Pawlik. Das große Interesse an der Tier- und Pflanzenwelt und die vielen offenen Fragen nach alltäglichen Dingen haben die beiden Erzieherinnen veranlasst – neben Marlies Pawlik gehört Petra Marquardt zum Team –, die Anregungen aufzugreifen und mit dem Projekt Forscherkita mit Leben zu erfüllen. Eltern halfen, den Anstecker mit dem jeweiligen Namen und einem Logo zu entwickeln. Auch ein Forscherpass wurde per Computer erstellt, der für jedes Kind hinterlegt ist. Schließlich galt es noch, die notwendigen Utensilien wie Lupe, Magneten, Terrarium oder Maßband bereitzulegen. Und schon konnte es an die Arbeit gehen. So wurde beispielsweise mit der Lupe die Reibzunge der Schnecke untersucht, und so hautnah verfolgt, wie ein Blatt in deren „Schlund“ verschwindet. Ein anderes Mal konnte sich jedes Kind eine eigene Waage aus Kleiderbügeln bauen. „Wir entdecken Blattadern“ hieß eine
weitere Aufgabenstellung. Dann versuchten sich die Mädchen und Jungen beim Auftauen von Schnee, und sie staunten nicht schlecht, als aus dem weißen Ausgangsstoff eine schmutzige Brühe entstand. Apropos Wasser, was schwimmt eigentlich darauf und was nicht? Kann man das beeinflussen? Schließlich wurden auch ganz familiäre Dinge in Angriff genommen, etwa die Frage, was eine Familie ist. Jedes Kind durfte einen eigenen Stammbaum mit persönlichen Bildern gestalten. Alle Ergebnisse wurden und werden in den Forscherpass eingetragen – und jedes Mal ist die Freude groß, wenn sich das Heftchen Stück für Stück füllt.
Quelle: Nordkurier vom 18.07.2008




