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Neues Projekt unterstützt die Vereinsarbeit
Ein Chor leistet hervorragende Arbeit, ist sehr beliebt bei seinen Zuhörern. Aber wie wird es weitergehen? Die Mitglieder sind fast alle im Rentenalter, wo ist der Nachwuchs?
Mirow. Ein Chor leistet hervorragende Arbeit, ist sehr beliebt bei seinen Zuhörern. Aber wie wird es weitergehen? Die Mitglieder sind fast alle im Rentenalter, wo ist der Nachwuchs? Dem Männerchor 1848 Mirow e. V. gelang es in Zusammenarbeit mit der Grundschule, ein tolles Zeichen für die Zukunft zu setzen. Seit Mitte September gibt es die 'Mirower Sängerknaben'. Das sind Jungs von der Schule, die viel Freude am Singen haben und auch schon einen gemeinsamen Übungsabend mit den 'alten Hasen' absolvierten.
Was aber machen die Vereine, die mit der Nachwuchsarbeit Schwierigkeiten haben, wie können sie lernen, wie man wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit macht? Wie kommt man mit anderen Vereinen ins Gespräch, um sich gegenseitig zu unterstützen?Das kann jetzt mit einem neuen, besonderen Projekt, mit dem die ehrenamtliche Arbeit gefördert wird, angepackt werden, berichtet Manuela Gundlach vom Familienzentrum Mirow e. V. Sie übernahm die Leitung des Projektes AKTIV-Netzwerk Mirow, mit dem mehr Schwung in die Arbeit der mehr als 30 Vereine und Interessengruppen der Stadt gebracht werden soll. Angesprochen sind aber auch Vereine von außerhalb der Stadt. Der Eröffnungsworkshop ist bereits gelaufen, 26 Vertreter von 13 Vereinen waren anwesend. Ehrenamtliche Arbeit sei gerade in Kommunen, die kein Geld haben, wichtig, damit für die Kultur und Freizeit etwas auf die Beine gestellt werden kann, erklärt Manuela Gundlach.
Das Vorhaben wird gefördert durch das Programm 'Kleinprojekte - lokales Handeln für soziale Zwecke' aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Darum sind alle Angebote im Rahmen des Projektes kostenfrei, betont Manuela Gundlach. Bei diesen Angeboten handelt es sich um Veranstaltungen, auf denen die Teilnehmer von Fachleuten lernen können, wie man die Vereinsarbeit verbessert.
Wie wichtig die Zusammenarbeit von Vereinen sein kann, schildert Manuela Gundlach am Beispiel des Rassegeflügelvereins e. V. Mirow/Rechlin. Er hat keine Ausstellungsräume mehr, weil in das ehemalige Möbelhaus wieder ein Geschäft einzog. Zwischenzeitlich fand der Verein Räume im Unteren Schloss (ehemaliges Gymnasium), wenn das aber wie geplant verkauft wird, steht wieder die Frage von Räumlichkeiten. Und ich denke, dass wir das mit Unterstützung der anderen Vereine auch lösen können, meint Manuela Gundlach. Oder: Der Männerchor feiert im kommenden Jahr 160-jähriges Jubiläum. Da soll im Rahmen des Projektes die Frage beantwortet werden: Wie gestaltet man die Festlichkeiten dazu und wie sind sie zu bezahlen?
Die nächste Veranstaltung im Rahmen des Projekts findet am 17. Oktober um 18.30 Uhr im Familienzentrum statt. Dann geht es um die Öffentlichkeitsarbeit. Wer teilnehmen möchte, meldet sich bitte bei Manuela Gundlach im Familienzentrum unter (03 98 33) 2 04 69. Dort gibt es auch weitere Informationen.
Quelle: Nordkurier vom 25.09.2007




