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Schloss soll 2010 fertig sein
Das sicherte Michael Bleyder, Geschäftsbereichsleiter des zuständigen Betriebes für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL), den geladenen Gästen zu, die am Dienstagabend durch das Schloss geführt wurden, um sie über den gegenwärtigen Stand der Bauarbeiten zu informieren.
„Als wir das Gebäude vor vier Jahren übernahmen, überkam uns das blanke Entsetzen. Wir hätten am liebsten die Tür zugemacht und wären weggelaufen“, sagte Michael Bleyder über die Weiterführung der Arbeiten nach zehn Jahren Bauunterbrechung. Über viele Schäden im Inneren habe man da noch nichts gewusst, dem Haus habe sowohl eine horizontale als auch vertikale Abdichtung gefehlt.
Zur Kritik, dass die Arbeiten zu lange dauern, sagte Rudolf Wollenberg, BBL: „Es hat keiner geschlafen, es ist immer etwas passiert.“ Die Restaurierung eines so alten Gebäudes, der Bau begann bereits 1707, sei kompliziert und nicht in einer Hauruck-Aktion zu schaffen.
Zur Nutzung des Schlosses – wenn die Sanierung abgeschlossen ist – informierte Heike Kramer, Dezernatsleiterin Schlösser und Gärten beim BBL, die Teilnehmer an der Führung: „Es soll mit seiner konservativen Ausstattung in erster Linie als Gesamtkunstwerk wirken, so schön in seiner Art ist wohl in ganz Norddeutschland kein zweites.“
Im Festsaal soll es Veranstaltungen, zum Beispiel Konzerte, geben, auch Lesungen sind vorgesehen. Im nebenan stehenden Kavalierhaus soll das Welcome- Center untergebracht werden, in dem Besucher Karten kaufen können, um auch das Schloss ansehen zu können.
Zu den zur Führung geladenen Gästen zählten zum Beispiel der Mirower Bürgermeister Norbert Pape (CDU), sein Neustrelitzer Amtskollege Andreas Grund (PuLS) und der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Körner. Vertreter der drei Mirower Vereine, die in einem Brief an den Verkehrs- und Bauminister Otto Ebnet (SPD) den ihrer Meinung nach schleppenden Bauverlauf am Schloss kritisierten (der Nordkurier berichtete), waren nicht dabei. Für sie werde es auch eine Führung geben, um die Vereine über die Restaurierung zu informieren, sagte Heike Kramer.
Quelle: Nordkurier vom 07.08.2008




