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Erstmals Wolf fotografiert


Mirow. Ein Wolf ist erstmals auf dem Gelände der Kyritz-Ruppiner Heide fotografiert worden, das als Bombenabwurfplatz eingerichtet werden soll.

Thomas Schroeder, Leiter der Neustrelitzer Forsthauptstelle, bestätigte die Information der Märkischen Allgemeinen Zeitung, wie Google News gestern meldete. Der 70-jährige Dossower Oskar Otto hatte vor sechs Wochen den Wolf genau vor sich. „Beim Spaziergang habe ich auf 15 Meter einem Wolf gegenüber gestanden. Der hat die Zähne gefletscht“, heißt es weiter.
Die Naturwacht Stechlin-Ruppiner Land aus Zippelsförde soll nun weitere Nachweise des Wolf-Vorkommens auf dem Bombodrom-Gelände liefern. Die Bundeswehr habe das Betreten erlaubt und Sicherheitshinweise gegeben, sagt Jens Teubner von der Naturwacht. Denn gerade mal 20 Hektar des 12 000 Hektar großen Truppenübungsplatzes, auf dem die Rote Armee ihre Bomben abwarf, sind von Munitionsresten beräumt worden. Das Wolfsfoto soll der Öffentlichkeit in nächster Zeit präsentiert werden.
Wie sieht man diese gestern vermeldeten Neuigkeiten bei der Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel“ e. V.? „Ich hoffe, dass der Wolf dort in der Kyritz-Ruppiner Heide eine Familie gegründet hat und diese da bleibt. Das wäre eine tolle Schützenhilfe für alle Bombodrom- Gegner“, sagte Barbara Lange, Erste Sprecherin der Aktionsgemeinschaft auf Nachfrage unserer Zeitung. Für die Bundeswehr bestünde ihrer Meinung nach jetzt eine günstige Gelegenheit, sich mit einem „grünen Argument“ aus dem Bombodrom zurückzuziehen. Und jetzt wäre die Möglichkeit gegeben, dass ein geschütztes Tier schafft, was die große Politik nicht in der Lage war zu verwirklichen – die Verabschiedung vom Bombodrom, erklärte Barbara Lange und ergänzte: „Wir wären dem Wolf unendlich dankbar dafür.“

 

Quelle: Nordkurier vom 08.08.2008 




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