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Gotische Spuren sollen erhalten bleiben
Der Verein unterstützt die Kirchgemeinde weiterhin bei der Sanierung des Gotteshauses. Als nächstes geht es um das Verputzen des Gebäudes. In diesem Zusammenhang ist die Vereinigung gerade in Verhandlungen mit der Denkmalpflege. „Sie möchte die ganze Kirche verputzen, also den Zustand aus dem Barock wieder herstellen“, berichtet Vereinsvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Lippe.
Damit ist der Verein aber nicht einverstanden. Hans-Jürgen Lippe verweist darauf, dass an der Johanniterkirche auch die Romanik und die Gotik ihre Spuren hinterlassen hätten, die man nicht einfach verputzen dürfe. Darum wurden während des Kirchturmfestes Unterschriften auf Listen gesammelt, die an den Denkmalschutz geschickt werden. Im Kopf der Listen war vermerkt, dass die Mitglieder und Freunde des Vereins es begrüßen, dass die Sanierung der Kirche weitergehen soll. Sie setzen sich aber dafür ein, dass der östliche und südliche Teil des Gebäudes nicht verputzt werden, um die romanischen und gotischen Elemente nicht verschwinden zu lassen.
Während des Festes wurde Joachim Thal, Gründungsmitglied des Vereins und ehemaliger Pastor, als verdienstvoller Mitstreiter ausgezeichnet. Er erhielt ein wertvolles Johanniter-Brevier, das ist ein Gebetbuch. Gedankt wurde ihm vor allem dafür, dass er das Rückgrat des Vereins für die geschichtliche Arbeit ist. „Joachim Thal ist unser Geschichtssfachmann, hat uns historisches Verständnis vermittelt. Ohne seine Arbeit wäre es uns nicht möglich gewesen, das Johanniter-Museum im Kirchturm aufzubauen“, betont Hans-Jürgen Lippe. Neben der Auszeichnung erfolgte auch eine Neuaufnahme – die Mirowerin Gudrun Idell ist jetzt Mitglied.
Schon traditionell zum Kirchturmfest gehörte der Auftritt des Männerchores 1848 Mirow e. V., der in der Kirche Musikfreunde mit seinem Gesang erfreute. Teile des Festprogramms sind auch das Turmblasen des Posaunenchores der Kirchgemeinde und die kostenlose Mondscheinfahrt mit der Mirower Schifffahrt.
Quelle: Nordkurier vom 18.08.2008




