Informationen

Neuigkeiten


Veranstaltungen


Frage des Monats: Wie erkunden Sie die Kleinseenplatte?



Banner
Banner
Banner

Wettervorhersage



Neuigkeiten im Archiv

Viele kommen auf den letzten Drücker


Mirow. Montags, nach dem Bettenwechsel am Sonnabend, ist immer am meisten los in der Mirower Tourist-Information.

„Bis zu 300 Leute kommen dann zu uns, da muss man schon Nerven haben, um alles zu schaffen und immer freundlich zu bleiben“, berichtet die Mitarbeiterin Gudrun Wegner. Die meisten Besucher sehen sich erst einmal um in der Tourist-Info, die auch ein kleines Warenhaus für Urlaubsartikel aller Art ist. Sogar Stocknägel und Fingerhüte gibt es. „Die übernehmen wir vom Mirower Geschäft ,Strandgut‘, viele Leute sammeln so etwas und freuen sich, wann sie es bei uns bekommen“, erzählt Gudrun Wegner. Ansonsten sitzt das Geld bei den Urlaubern nicht mehr so locker, das spüren sie und ihre derzeitige Mitarbeiterin Annegret Grunert am Verkauf. Manchem sind 50 Cent Schutzgebühr für den kleinen Mirower Stadtplan schon zu viel.
Im Mai und Juni lief die Saison sehr schwach an, mittlerweile ist die Nachfrage gut, am ersten August-Wochenende, als das Inselfest lief, war Mirow vollkommen ausgebucht. Denn zum Fest kommen viele Leute, die Verwandte in Mirow haben oder auch ehemalige Mirower, berichtet Gudrun Wegner und ergänzt: „Wir haben aber niemanden auf der Straße schlafen lassen, irgendwie haben wir das hingekriegt.“
In der Tendenz beobachtet sie, dass die Zahl der Kurzentschlossenen immer größer wird, viele kommen auf den letzten Drücker im Vertrauen, sofort eine Unterkunft zu bekommen. Als Beispiel nennt Gudrun Wegner eine Frau, die mit ihrem Auto gerade die Autobahnabfahrt Röbel hinunter gefahren war und anrief. Sie wollte Unterkunft für sich und vier Kinder. „Ich sagte ihr, wenn sie ein Schild sieht, das auf eine freie Ferienwohnung hinweist, soll sie sofort zugreifen. Das muss wohl geklappt haben, denn sie kam nicht zu uns in die Tourist-Information“, schildert Gudrun Wegner.
Insgesamt werden 162 Ferienhäuser und -wohnungen über die Mirower Tourist-Info angeboten. Das sind mehr als zum Beispiel in Röbel oder Wesenberg, berichtet Gudrun Wegner. Das liegt in der Vergangenheit begründet. Mirow war schon zu DDR-Zeiten ein wichtiges Ferienzentrum, wer konnte, richtete Ferienhaus oder -wohnung ein und vermietete an Betriebe. Davon blieb viel erhalten. Heute kommen Ferienunterkünfte hinzu bei Mirowern, deren Kinder die Stadt auf der Suche nach Arbeit verlassen. Um keinen Leerstand zu haben, vermieten viele Leute, bei denen es möglich ist, berichtet Gudrun Wegner.

 

Quelle: Nordkurier vom 19.08.2008 




[nach oben] [Feedback] [drucken]