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Fischer stellen nur wenige Reusen
Zu sehr befahren sind die Seen, Löcher in den Netzen wären programmiert. Daher ist für die Fischer frühes Aufstehen angesagt, um mit Stellnetzen der großen Nachfrage von Urlaubern nach heimischem Fisch nachzukommen. In aller Herrgottsfrühe, um 3 oder 4 Uhr nachts, wenn es auf den Seen noch ruhig ist, fahren die Fischer hinaus. Die Zugnetzfischerei dagegen wird auf die Herbst- und Wintermonate verlagert. Doch nicht nur der Verkehr auf dem Wasser – auch die Temperaturen des selbigen machen den Fischern die Arbeit schwer. So müssten die Fänge im Sommer besonders schnell verarbeitet werden, damit sie nicht absterben und frisch an den Kunden weiter gereicht werden können.
Hoch im Kurs steht bei den Touristen aber auch selbst gefangener Fisch: Hier kann Steffen Grafe gleich mehrere Gewässer empfehlen: für Zander und Hecht den Schwarzer See, Pälitzsee und Ellbogensee; für Karpfen alle flachen krautreichen Seen wie Reetzsee, Drewensee, die Wangnitz oder die Gewässer ab Mirow Richtung Woterfitz. Und wo ist der Aal? Hier verweist der Fischwirtschaftsmeister auf einen großen Konkurrenten: den Kormoran, der Fischern wie Anglern das Leben schwer macht – aber trotzdem, mit Geduld sei auch dieser Fisch zu fangen.
Quelle: Nordkurier vom 19.08.2008




